Mini-Job in Wiesbaden

30.000 Euro für drei Monate im Landtag

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Thomas Ackermann

Kreis Kassel. Thomas Ackermann (45) ist seit Mittwoch dieser Woche Landtagsabgeordneter der Grünen in Wiesbaden. Der Fuldataler, der im Gemeindeparlament seines Heimatortes sowie im Kreisausschuss sitzt, rückte für Kordula Schulz-Asche (Main-Taunus) nach, die für die Grünen in den Bundestag gewählt wurde.

Ackermann, der sich derzeit im Urlaub in Südafrika aufhält und nicht zu erreichen ist, wird dem Landesparlament lediglich bis zum 18. Januar 2014 angehören. Dann konstituiert sich der neu gewählte Landtag. Und Ackermann erhält dafür rund 30 000 Euro.

Bis Januar muss die Gemeinde Lohfelden auf den Technischen Betriebswirt im Bauamt verzichten. „Wir wissen ihn zu schätzen, er fehlt uns“, sagt Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter auf Anfrage. Er sehe das Verfahren aber positiv.

Ein Verfahren nach rechtlicher Grundlage, „auf denen unsere Demokratie basiert“, betont Heike Dederer, Pressesprecherin der Landtagsverwaltung in Wiesbaden. Die Zeitspanne spiele keine Rolle, „es könnte theoretisch einen Abgeordneten für einen Tag geben“. Mit allen Rechten und Pflichten, es gebe keinen Mandatsträger erster und zweiter Klasse, sagt Dederer.

Bis Mitte Januar werden noch Plenum und Ausschüsse tagen. „Klar kriegt er einen Arbeitsplatz“ sagt Christopher Kuhlmann, stellvertretender Pressesprecher der Grünen-Fraktion in Wiesbaden. Ob Ackermann noch ein Thema übernimmt, eine Rede hält? „Wie er möchte oder wie es passt.“ Dass er nur für kurze Zeit nachrücke, werde Ackermann abgewogen haben. Die Entscheidung sei „ein Stück weit nachvollziehbar. Er hat Wahlkampf geführt und ist gewählt worden“, sagt Kuhlmann.

Von Michael Schräer

7940 Euro im Monat und freie Bahncard

Nachdem die Grünen-Politikerin Kordula Schulz-Asche ihr Landtagsmandat niedergelegt hatte, stellte der Landeswahlleiter die Nachfolge fest und teilte diese dem Landtagspräsidenten mit. Thomas Ackermann rückte als nächster Bewerber auf der Landesliste der Grünen in den Landtag nach.

Ihm stehen ab Oktober als Abgeordneter monatlich eine Grundentschädigung von 7366 Euro sowie eine Kostenpauschale von 574 Euro zu. Von diesem Geld müsste er zum Beispiel einen Mitarbeiter in seinem Wahlkreis bezahlen.

Auch bekommt Ackermann eine freie Bahncard für Hessen. Für ein Übergangsgeld und Altersbezüge reichen die drei Monate im Landtag nicht. (mic)

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