Ziel: 20 000 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid

Grünes Licht für Klimakonzept

Ahnatal. Der Haupt- und Finanzausschuss und der Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt haben dem Klimakonzept der Gemeinde Ahnatal grünes Licht gegeben. Jeweils einstimmig beschlossen sie, das von der Klima- und Energieeffizienzagentur (KEEA) erarbeitete Konzept zum Klimaschutz in Ahnatal dem Parlament zu empfehlen.

„Wir möchten mit dem Klimakonzept eine sinnvolle Investition für die Zukunft schaffen“, meinte Ausschussvorsitzender Rüdiger Reedwisch. Allerdings sei es nicht mit einer einmaligen Investition getan, betonte KEEA-Geschäftsführer Armin Raatz: „Ein Klimakonzept funktioniert nur, wenn eine Gemeinde gemeinschaftlich an dem Vorhaben arbeitet.“

Bessere Energieeffizienz

In Ahnatal könne man vor allem im Bereich der Energieeffizienz einiges verbessern. Mit Gebäudesanierungen könnten die Ahnataler Geld sparen und zugleich nachhaltig handeln, meinte Raatz. Auch bei der Stromerzeugung mit Photovoltaik sieht der KEEA-Geschäftsführer Potential. Keine Möglichkeiten ergeben sich geographisch bedingt in der Nutzung von Wasser und Wind.

Das 182 Seiten umfassende Konzept steckt ehrgeizige Ziele: Bis 2050 könne der Kohlenstoffdioxid (CO2)-Ausstoß um die Hälfte verringert werden. Nach der jüngsten Studie von 2010 belaufen sich die Emissionszahlen des Gases in Ahnatal jährlich auf 65 000 Tonnen. Allein bei privaten Haushalten entstehe über die Hälfte des Verbrauchs.

Zwar liegt Ahnatal laut Studie mit einer durchschnittlichen Emissionsrate von 8,2 Tonnen pro Bürger jährlich unter dem Bundesdurchschnitt (10,2 Tonnen pro Bürger), doch könne mit geeigneten Investitionen die Rate bis 2030 um 20 000 Tonnen CO2 reduziert werden.

Problem: Energiegewinnung

Problematisch bleibe weiterhin die Energiegewinnung. „Ahnatal wird es nicht gelingen, energetisch autark zu werden“, prophezeit Raatz. Dennoch hoffe er, dass die Gemeinde bis 2030 rund 50 Prozent des energetischen Potentials nutzen wird. An Kosten käme auf die Gemeinde eine Halbtagsstelle zu.

Da das Bundesumweltministerium Klimakonzepte mit bis zu 85 Prozent subventioniere, würden sich die jährlichen Kosten auf 4500 Euro für die Gemeinde belaufen. „Bei einer solchen Förderung sollte man das Projekt in die Hand nehmen“, meinte Bürgermeister Michael Aufenanger. (ptk)

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