An ICE-Strecke wird 1,1 Megawatt-Anlage errichtet – Bürger können sich beteiligen

Grünes Licht für Solarpark

Hier entsteht der Solarpark Fuldabrück: Bürgermeister Dieter Lengemann steht an der Ackerfläche, die die Investoren für die Dauer von 35 Jahren gepachtet haben. Foto: Wohlgehagen

Fuldabrück. An der ICE-Strecke bei Dittershausen wird innerhalb der nächsten sechs Wochen eine großflächige Fotovoltaikanlage mit einer Maximalleistung von 1,1 Megawatt errichtet.

Investor des Solarparks Fuldabrück ist die BLG Projekt GmbH aus Wolfhagen, die hierfür oberhalb der Bahntrasse ein 1,7 Hektar großes, bisher landwirtschaftliches genutztes Grundstück langfristig gepachtet hat.

Die Gemeindevertretung stimmte jetzt dem Vorhaben bezogenen Bebauungsplan und den Verträgen zur Verwirklichung des Projekts einmütig zu. Bürger der Gemeinde haben die Möglichkeit, sich an dem Solarprojekt finanziell zu beteiligen.

„Wir werden zügig mit dem Bau beginnen, denn der Strom muss bis zum 30. Juni fließen“, sagte BLG-Geschäftsführer Christoph Lübcke vor dem Hintergrund der mehrfach geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Ursprünglich sollte der Solarpark wesentlich größer werden. Davon habe man jedoch Abstand nehmen müssen, nachdem ins Auge gefasste Flächen nicht mehr unter die wirtschaftliche Förderung fielen, sagte Christoph Lübcke. Die Kosten des Solarparks einschließlich der Module, Trafostation, Stromleitung und Erschließung bezifferte der Geschäftsführer mit 1,6 Millionen Euro.

Die BLG Projekt GmbH hat im Landkreis bereits mehrere Solarparkanlagen errichtet. Die größte steht in Grebenstein auf einer acht Hektar großen Fläche. Derzeit im Bau ist eine Anlage in der Gemeinde Schauenburg.

Mit der Vermarktung der Bürgerbeteiligungen in Fuldabrück soll begonnen werden, sobald der Prospekt von der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde genehmigt ist.

„Die Wertschöpfung wird damit vor Ort bleiben“, sagte Christoph Lübcke, der auch eine Projektbeteiligung der neu gegründeten Energiegenossenschaft Söhre nicht ausschloss.

Die Gemeinde begrüße den Schub, den das Projekt dem Ausbau der regenerativen Energien in Fuldabrück verleihe, sagte Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) der HNA.

Auch mit der vorgesehenen Bürgerbeteiligung sei man auf dem richtigen Weg. Er freue sich, so der Verwaltungschef weiter, dass die seit Februar 2010 von den Investoren und der Gemeinde getroffenen, vielfältigen Vorarbeiten jetzt zu einer Realisierung des Solarparks geführt haben. (ppw)

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