Parlament verabschiedete Bebauungsplan mehrheitlich – Kommune will sich mit 62 500 Euro beteiligen

Grünes Licht für Solarpark an der A 44

So soll es mal aussehen: 10 000 solcher Module werden auf den Flächen oberhalb von Elgershausen aufgestellt. Foto:  sth/nh

Schauenburg. Grünes Licht hat die Gemeinde Schauenburg jetzt endgültig für den Aufbau eines Bürgersolarparks oberhalb von Elgershausen gegeben. Mit großer Mehrheit – gegen die Stimmen der Grünen – votierten die Gemeindevertreter für den Bebauungsplan auf beiden Seiten der Autobahn 44 zwischen dem Schauenburger Ortsteil und der Anschlussstelle Kassel-Wilhelmshöhe.

Und die Parlamentarier setzten sogar noch einen drauf: Die Gemeinde wird sich selbst mit Anteilen an dem Vorhaben beteiligen. Ebenfalls mit großer Mehrheit stimmten die Fraktionen dafür, bis zu 62 500 Euro für 25 Anteile auszugeben. Eine wirtschaftliche Berechnung für den Betrieb wurde als Voraussetzung in dem Beschluss verankert.

Die Firmen STH (Lohfelden) und BLG (Wolfhagen) bauen die Fotovoltaikanlage mit 2,5 Megawatt Leistung auf einer 4,5 Hektar großen Fläche links und rechts der A 44. Insgesamt werden vier Millionen Euro investiert. Bürger können Anteile für je 2500 Euro kaufen. Mindestens drei Anteile müssen pro Kleininvestor gezeichnet werden. Das Geld für die Beteiligung der Gemeinde stammt aus einem Haushaltsansatz für Solarprojekte auf Dächern von kommunalen Gebäuden. Dafür waren im Etat 90 000 Euro vorgesehen.

Eine Prüfung habe ergeben, dass lediglich auf drei kleineren Dächern Solaranlagen möglich wären, erläuterte Bauamtsleiter Jochen Ickler. Die Grünen kritisierten die Umverteilung des Geldes zugunsten des Bürgersolarparks.

Zudem sehen sie negative Auswirkungen durch den Eingriff in die Landschaft. „Hier gehen landwirtschaftliche Flächen verloren“, so Gerhard Nentwich. SPD-Fraktionschef Timo Storch sprach sich für das Projekt aus. Weil die Zeit dränge, müsse man jetzt entscheiden, sagte er.

In der Tat ist der Zeitplan der Investoren eng gestrickt. Wollen sie eine Vergütung des erzeugten Stroms nach altem Muster erzielen, muss der Solarpark bis Ende Juni stehen. Laut Planer Horst Brückmann (STH) haben die ersten Bagger in den vergangenen Tagen bereits mit Arbeiten begonnen.

Von Sven Kühling

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