SPD und CDU-Stadtverordnete stimmen für Gewerbegebiet am Heisterhagen - Grüne haben Bedenken

Grünes Licht für Werkserweiterung

Die Erdarbeiten haben bereits begonnen: Mit dem Ja des Stadtparlamentes können demnächst die Hochbauarbeiten für das Cross Dock und die Erweiterung des OTC 4 starten. Foto: Kühling

Baunatal. Mit den Stimmen der SPD und der CDU haben die Stadtverordneten vorgestern grünes Licht für die geplante Erweiterung des Volkswagenwerks um ein Logistikzentrum am OTC im Bereich des Bebauungsplans Heisterhagen zwischen Rengershausen und Guntershausen gegeben.

Nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens zur Umwandlung der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in ein Gewerbegebiet meinte der SPD-Stadtverordnete Ralf Löber, die Erweiterung sei ein Beitrag zur Standortsicherung des Werks. VW benötige unter anderem mehr Platz für die Produktion und die Entwicklung eines Elektromotors. Die Erschließung des Gewerbegebiets mache „umweltschutzrechtlich keine Probleme“, sagte der CDU-Stadtverordnete Thomas Gerke. So habe der Umweltverband BUND keine Stellungnahme abgegeben. Trotz einer gewissen Beeinträchtigung der Lebensqualität müsse man auch an die Einnahmen durch die Gewerbesteuer denken.

Die Grünen-Fraktion sah das anders und lehnte die geplante Erweiterung in der jetzigen Form ab. Durch die Erweiterung würden wertvolle Windschneisen für Rengers- und Guntershausen geschlossen und die Frischluftzufuhr beeinträchtigt, sagte Jürgen Böhme. Außerdem seien die geplanten Ausgleichsmaßnahmen im Bereich des Naturschutzes teilweise fragwürdig und zu gering. Er sei auch skeptisch, ob durch die Erweiterung neue Arbeitsplätze bei VW entstehen, meinte Böhme weiter.

Stadtwerke mit Gewinn

Die Stadtverordneten beschlossen außerdem die Verteilung des Gewinns von gut 349 000 Euro der Stadtwerke aus 2010. Der Eigenbetrieb soll gut 98 000 Euro an die Stadt abführen, gut 251 000 Euro sollen in die Rücklagen gestellt werden.

Mit der SPD-Mehrheit wurde beschlossen, die nächste Bilanz der Stadtwerke vom Kasseler Büro Strecker, Berger und Partner prüfen zu lassen. Die CDU reklamierte Bedenken gegen diese Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. (pdi)

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