Wilde Deponien am Langenberg bei Breitenbach

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Idyllisch: Die Landschaft bei Breitenbach hat einiges zu bieten. Unweit von der Verlängerung der Langenbergstraße gibt es gleich zwei wilde Deponien für Grünzeug (kleines Foto). Im Wald haben Unbekannte ihre Sträucher und ihren Rasenschnitt abgelagert.

Schauenburg. Feinsäuberlich gekappte Sträucher, die Reste einer Zimmerpalme, Rasenschnitt und sonstiges Grünzeug. Nur wenige Meter entfernt vom Wanderweg Habichtswaldsteig. Abgelagert im Wald.

Am Langenberg oberhalb von Breitenbach finden Wanderer und Spaziergänger nicht nur die Idylle der nordhessischen Landschaft, sondern sie treffen zumindest an zwei Stellen auf wilde Lagerstellen für Grünzeug aus Gärten.

Manch ein Breitenbacher beobachtet schon seit geraumer Zeit diese Entwicklung – und ärgert sich. Schließlich soll der Wald nicht als Deponie genutzt werden. Außerdem muss die Allgemeinheit die Kosten für die Entsorgung solcher wilder Deponien tragen.

Normalerweise wird Baum- und Heckenschnitt ohne Gebühr auf den Deponien des Landkreises angenommen. Viele Gartenbesitzer entsorgen ihr Grünzeug teilweise über die Braune Tonne beziehungsweise sie kompostieren selbst. Die Braune Tonne gibt es im Kreis kostenlos zur Restmülltonne dazu.

„Die Ablagerungen sind uns bekannt“, sagt Otmar Bollerhey, Büroleiter im Schauenburger Rathaus. Vom Revierförster sei die Gemeinde bereits über die illegale Grünzeug-Entsorgung bei Breitenbach informiert worden. Das Rathaus habe daraufhin einen Aufruf in der Bevölkerung gestartet, ob jemand etwas über die Verursacher wisse. „Da hat sich aber niemand gemeldet.“

Bollerhey verweist darauf, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt. „Diese wird auch von unserem Ordnungsamt verfolgt.“

Ermittlungen schwierig

Angesiedelt ist die Abfallentsorgung der Gemeinde Schauenburg zwar beim Landkreis Kassel. Solche Verstöße ahnde aber ausschließlich das Ordnungsamt der jeweiligen Kommune, bestätigt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Vor allem bei Baum- und Heckenschnitt sei es schwierig, die Verursacher solcher wilder Deponien zu ermitteln. Bei Restmüll gebe es schonmal einen Hinweis auf den Adressaten.

Große Probleme hat das Rathaus derzeit nicht mit solchen illegalen Lagerplätzen. „Das ist in letzter Zeit relativ selten in Schauenburg“, sagt Bollerhey. Unverständnis zeigen einige Breitenbacher Bürger auch darüber, dass die Verursacher ihr Grünzeug neben dem Habichtswaldsteig und einem Wasserschutzgebiet ablagerten. Wanderer bekämen so gleich etwas vom mangelnden Umweltverständnis der Einwohner mit.

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