Baumesse mit guter Resonanz: Schon mehr als 200 Interessenten – Aufklärung über Passivhaus-Technik

Grundstücke am Lindenberg heiß begehrt

Sparsame Technik: Guido Pipper (von links) erklärte Renate und Konrad Mollenhauer (mit Sohn Jakob) die Funktionsweise der Luft-Wärme-Pumpe. Foto: Dilling

Lohfelden. „Das Wohngebiet ist wunderschön und hat wenig Autoverkehr. Die Gemeinde hat eine tolle Infrastruktur. Schon die Zahl der Kinderspielplätze ist beeindruckend“, sagt Renate Mollenhauer aus Hann. Münden, während sie am Samstagnachmittag mit Ehemann Konrad und dem kleinen Sohn Jakob die Stände und Vorträge der Lohfeldener Baumesse besucht, um sich über die Baufinanzierung zu informieren.

Die Mollenhauers gehören zu einer großen Schar von Interessenten, denen es das neue Lohfeldener Musterbaugebiet am Lindenberg angetan hat. Schon mehr als 200 Bauwillige haben sich in einer Liste der Gemeinde vormerken lassen, viele von ihnen während der Baumesse in der Mehrzweckhalle. Dabei sind nur 70 Grundstücke für frei stehende Häuser oder Reihenhäuser zu vergeben, die ab Herbst 2013 gebaut werden können. Nach einem Punktekatalog erhalten dabei Familien mit Kindern Vorrang. Daneben sollen ein größerer Komplex mit Eigentumswohnungen und ein Musterhaus der Firma Kühlborn Holzbau entstehen, in dem man zur Probe wohnen kann.

Thorsten Bürgel vom Liegenschaftsamt nutzte die Baumesse dazu, für den Passivhaus-Standard zu werben. Denn wer am Lindenberg bauen will, muss sein Gebäude klimaneutral errichten. Das Baugebiet ist schließlich ein Modellprojekt, das vom Land Hessen, der Energieagentur Hessenenergie, unterstützt wird und der Gemeinde als Baustein für ihr ehrgeiziges Ziel einer Energiewende bis 2030 dient. „Wir wollen den Leuten die Angst nehmen“, sagt Bauamtsleiter Rolf Schweitzer. Damit meint er die Vorurteile, die manche Bauwillige gegenüber Passivhäusern haben. „Die Annahme, man dürfe in diesen Gebäuden kein Fenster aufmachen, ist Unsinn“, erklärt Schweitzer. Auch die Angst vor Schimmelbildung sei unbegründet, sagt Bürgel. Und der Preis sei nur moderat höher als bei konventionellen Häusern, ergänzt er. Demgegenüber müsse man bei herkömmlicher Bauweise mit ständig steigenden Energiekosten rechnen.

Wie man Heizkosten drastisch senkt, das konnten sich die Besucher am Stand der Firma Pipper zeigen lassen. Inhaber Guido Pipper erklärte ihnen die Funktionsweise einer Luft-Wärme-Pumpe.

Von Peter Dilling

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