Feuchte Überraschung während der Sanierung des Rot-Kreuz-Gebäudes in Ihringshausen

Grundwasser stand im Keller

Wasser im Keller: Bei der Sanierung des Kellergeschosses im DRK-Gebäude im Baugebiet Weddel in Ihringshausen muss auch Grundwasser beseitigt werden. Dieter Michel, stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender (von links), Silke Geule-Himmelreich, Vorsitzende des Handwerker- und Gewerbevereins Fuldatal, DRK-Bausachverständiger Klaus Kreb und Bauunternehmer Herbert Wagner erörtern notwendige Maßnahmen zur Grundwasserabführung. Foto: Hobein

Fuldatal. Überraschungen treten immer wieder auf, wenn alte Bausubstanz saniert wird. So geht es auch dem Kreisverband Kassel-Land des Deutschen Roten Kreuzes bei der Sanierung des Kellergeschosses seines Hauses in Ihringshausen. Während der Arbeiten in den vergangenen Wochen stellte sich heraus, dass die Bausubstanz wesentlich schlechter war, als es die Verantwortlichen des Roten Kreuzes erwartet hatten.

Die Kosten für die Sanierung des Kellergeschosses waren ursprünglich mit 58 000 Euro veranschlagt, teilte der stellvertretende Kreisvorsitzende Dieter Michel bei einer Baustellenbesichtigung mit. Nachdem die Grundmauern freigelegt und im Innenbereich mit mehreren Schichten ordnungsgemäß versiegelt waren, drang plötzlich aus dem Boden Wasser in den Keller ein, berichtet Herbert Wagner von der bauausführenden Firma. Laut DRK-Bausachverständigem Klaus Kreb ist es erforderlich, dies Wasser nach außen zu leiten.

Drainage notwendig

Auch wird es jetzt notwendig, so Kreb, dass außen um das DRK-Gebäude, in dem die Geschäftsstelle des Kreisverbandes untergebracht ist, eine Drainage verlegt wird. Außen wurde bereits der vorhandene Putz entfernt, weil er durch die aufsteigende Feuchtigkeit zum Teil abgeplatzt war.

Das freigelegte Mauerwerk wurde mit einer Spezialschlämme versehen und soll gegen die aufsteigende Nässe abgedichtet werden. Im Frühjahr sollen die Arbeiten für die Drainage erfolgen. Dann will Bauunternehmer Wagner auch eine zusätzliche Wärmedämmung anbringen, die er dem Roten Kreuz spenden will. Bereits drei Kellerfenster hat Wagner gespendet und eingesetzt.

Für das Rote Kreuz, so Dieter Michel, war Handeln angesagt, weil sich durch die feuchten Grundmauern schon Schimmel gebildet hatte. Für ihn und die Kreisvorsitzende Brigitte Wettengel war daher vorrangig, den Kellerbereich zu sanieren. Der Keller wurde seit der Übernahme des Gebäudes, das die Rotkreuzler nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt bekamen, noch nicht saniert.

„Das Haus muss in Ordnung gebracht werden“, sagt Michel, der mitteilt, dass die Sanierung nur mithilfe von Spenden und aus angesammelten Rücklagen des DRK finanziert wird. Die Kosten für die zusätzliche Ableitung des in diesem Bereich vorhandenen Grundwassers betragen rund 8000 Euro. „Wir werden es im Laufe des Jahres schaffen, die Mehrkosten zu finanzieren“, sind Wettengel und Michel zuversichtlich. (phk)

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