Neues Projekt im Bistum Fulda: Katholischer Kindergarten Heilig Geist in Vellmar mit Qualitätsmanagement

Ein Gütesiegel für Erziehung

Freut sich auf noch mehr Qualität: Kathrin Henze, Leiterin des Kindergartens Heilig Geist, mit Theo und David (vorn von links) sowie den weiteren Kindern der Bärengruppe, die sich jeden Mittwoch ein Gericht zum gemeinsamen Frühstück aussuchen dürfen. Foto:  Rogge-Richter

Vellmar. Qualität – was für ein schwieriges Wort. Vor allem, wenn man wie Louis, Theo, David und Fabian erst zwischen drei und fünf Jahre alt ist und noch in den Kindergarten geht. In den katholischen Heilig-Geist-Kindergarten in Vellmar, um genau zu sein.

„Qualität - was ist das?“ Das kann Kathrin Henze den vier Knirpsen aus der Bärengruppe sicherlich genau erklären. Für die Leiterin des Kindergartens an der Brüder-Grimm-Straße, den zurzeit 65 Kinder unterschiedlicher Konfessionen im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen, ist Qualität nämlich kein Fremdwort.

Schließlich gehört der Kindergarten Heilig Geist zu den insgesamt 20 Kindertagesstätten im Bistum Fulda, in denen jetzt Schritt für Schritt ein besonderes Qualitätsmanagement-System eingeführt wird: das Gütesiegel des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK).

Vor Kurzem fiel der Startschuss zu dem zweijährigen Projekt, in dessen Verlauf Kathrin Henze zur Qualitätsbeauftragten ihrer Einrichtung ausgebildet wird. In neun Qualitätsbereiche – unter anderem Kinder, Eltern, Kirchengemeinde, Glaube und Personal – ist das speziell auf katholische Einrichtungen zugeschnittene KTK-Gütesiegel unterteilt.

Es soll allen Beteiligten Orientierung, Hilfestellungen und Anregungen für den Alltag im Kindergarten geben, erläutert Kathrin Henze: „Qualitätsmanagement heißt, die selbst gesteckten Ziele konsequent zu verfolgen.“

Zum KTK-Gütesiegel gehöre zum Beispiel der rege Dialog mit dem Träger, der katholischen Gemeinde. Pfarrer Peter Göb begrüßt das Projekt: „Es ist unserer Gemeinde wichtig, die bestehende gute Qualität in unserem Kindergarten zu erhalten.“

Weitere wichtige Bestandteile der Qualitätssicherung seien der Austausch der Mitarbeiter untereinander in der „kinderfreien Zeit“, weshalb zum Beispiel am kommenden Montag aufgrund eines pädagogischen Tags der Kindergarten für die Kinder geschlossen bleibe.

Sowie die Dokumentation bisheriger Strukturen und Abläufe: „Unserem Team ist oft nicht bewusst, was für eine tolle Arbeit es leistet. Auch das wollen wir festhalten“, sagt Kathrin Henze.

Ob in den drei Gruppen, in der Küche, im Büro des Kindergartens oder im Pfarrbüro: „Alle Mitarbeiter sowie der Träger unserer Einrichtung prägen durch ihre Werthaltungen die Qualität der Arbeit in unserem Kindergarten“, so die 32-Jährige. Diese Haltung werde im Leitbild beschrieben, das zurzeit in Zusammenarbeit mit Pfarrer Peter Göb überarbeitet werde.

Das sei ebenfalls Teil der Qualitätssicherung, wie Kindergartenleiterin Kathrin Henze betont: „Unser Konzept soll nicht bloß ein Stück Papier sein. Wir wollen es leben.“

Von Sarah Rogge-Richter

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