Massive Backform aus Eisen

Heimatmuseum Hessenstube: Gugelhupf gilt als Kuchenklassiker

Mit stabilen Griffen: Die massive Kuchenform aus Eisen ist im Heimatmuseum Hessenstube in Altenritte zu sehen. Foto:  Wienecke

Baunatal. Dem Wunsch, die Kuchenform für ein Foto aus dem Regal zu holen, kommt Wolfgang Hartmann gern nach. Er gehört zu den Gründern des Vereins für Heimatgeschichte und Denkmalpflege Baunatal, dessen Mitglieder das Stadtmuseum und die Hessenstube in Altenritte sonntags öffnen und darüber hinaus Führungen anbieten.

„Man muss sie jedoch mit beiden Händen festhalten“, erklärt Wolfgang Hartmann, als er die Kuchenform im Heimatmuseum Hessenstube hochnimmt. Und tatsächlich, die Form mit den beiden Griffen ist unerwartet schwer - sie ist aus massivem Eisen.

Bevor spezielle Kuchenformen entwickelt wurden, kamen Schüsseln, Näpfe, Töpfe und Kessel zum Einsatz. Auch heute wird die Bezeichnung Napf- oder Topfkuchen nach wie vor verwendet. Der Napfkuchen wird in manchen Regionen auch als Gugelhupf oder Gugelhopf bezeichnet. Vermutlich leitet sich diese Bezeichnung von dem mittelhochdeutschen Begriff Gugel für Kapuze ab, das Wortteil Hopf steht dabei für Hefe.

Das Rezept für den Gugelhupf ist ein Klassiker. Als Hefekuchen wird er aus Mehl, Eiern, Milch, Butter, Mandeln, Rosinen und Hefe hergestellt. Meist wird der Gugelhupf nach dem Abkühlen mit etwas Puderzucker bestäubt. Rezepte für diesen Kuchen waren bereits im 17. Jahrhundert bekannt. Zunächst wurde er in Formen aus Kupfer, Holz oder Ton gebacken. Heute bestehen Kuchenformen aus emailliertem oder verzinktem Eisenblech oder aus Silikon.

Stadtmuseum Baunatal, Mühlenweg 4, und Heimatmuseum Hessenstube, Ritter Straße 1, Altenritte, sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung. Kontakt und Führungen: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/499 21 37, www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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