Schachclub Fuldatal feierte sein 50-jähriges Bestehen in Simmershausen mit Kommers

Lob für gute Jugendarbeit

Horst

Fuldatal. Die Sonne lacht und lädt zum Toben im Freien ein. Doch Ronja Ruis (6) und Felicitas Maar (10) saßen auch am Sonntag im Schatten der Schneegans-Hütte in Simmershausen konzentriert über ihr Schachbrett gebeugt, während die Vereinsmitglieder das 50-jährige Bestehen ihres Clubs feierten. Die beiden Mädchen gehören zum hoffnungsvollen Nachwuchs ihres Vereins. Ronja hat sogar gleich ihr erstes Turnier gewonnen.

Die engagierte Jugendarbeit des Schachclubs stand denn auch im Mittelpunkt des Kommers.

Der Schachclub sei einer der „stärksten Jugendvereine im Schach“, sagt der Vorsitzende Heinz Dieter Schmidt. Knapp zwei Drittel der 53 Vereinsmitglieder sind Kinder und Jugendliche. Und die machten bei zahlreichen überregionalen Turnierauftritten Werbung für die Gemeinde Fuldatal. „Wir machen mit unserer Jugend die Gemeinde bekannt“, sagte Schmidt. Hessenmeister, Bezirksmeister, Nordhessen-Liga-Meister und gute Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften: Er zählte die lange Liste der sportlichen Erfolge des Nachwuchses auf.

„Ich weiß, dass die Jugendlichen hier im Verein gut aufgehoben sind“, sagte Stefanie Roß-Stabernack, SPD-Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende der Gemeindevertretung. Der Verein habe den richtigen Weg gewählt, indem er mit dem Spiel in die Schulen gegangen sei, sagte Fuldatals Bürgermeisterin Anne Werderich. Auch Klaus Biermann vom Sportkreis Region Kassel lobte die beispielhafte Nachwuchsarbeit des Vereins. Er zeichnete Horst Wagner, der sich um die Schach-Arbeitsgemeinschaften des Clubs kümmert, mit der Ehrennadel des Landessportbunds aus. Auch der seit 1972 amtierende Vorsitzende Schmidt wurde für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Schmidt zeichnete die Geschichte des Clubs nach, der 1961 unter Federführung von Walter Gerhardt in Simmershausen zunächst als „Schachclub Schocketal gegründet wurde. Der Vorsitzende ließ auch die Tiefen nicht aus. So hätten die Mitglieder Ende der 1960er-Jahre zeitweilig mehr Skat gedroschen als Schach gespielt. (pdi)

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