Medizinische Fachangestellte im Bezirk Kassel zeigten überdurchschnittliche Leistungen

Gute Praxishelferinnen gefragt

Beste neue Arzthelferinnen: Daniela Baustian (vorn) sowie Mandy Werner (hinten von links), Theresa Roth, Julia Funk, Sarah Bätzel und Susanne Loscha. Fotos: Dilling

Baunatal. Durchwachsene Berufsaussichten, zum Teil magere Bezahlung, stressige Arbeitszeiten: Noch vor fünf Jahren war die Situation für frischgebackene medizinische Fachangestellte, die früher Arzthelferinnen genannt wurden, nicht rosig.

Dieses Bild hat sich gewandelt. Gute Praxishelferinnen sind gefragt. „Es gibt total gute Angebote“, sagt Ingrid Gerlach, eine der geschäftsführenden Vorsitzenden des Verbands medizinischer Fachberufe (VMBF).

Das hat sich wohl unter jungen Leuten herumgesprochen. 182 medizinische Fachangestellte aus Nord-, Ost- und Mittelhessen feierten am Mittwoch im Sitzungssaal des Baunataler Rathauses auf Einladung der Bezirksärztekammer Kassel ihre bestandene Abschlussprüfung.

Die Durchfallquote der Absolventinnen lag mit acht Prozent weit unter dem hessischen Durchschnitt.

Daniela Baustian (20), die an den Beruflichen Schulen Korbach gelernt hat, wurde hessenweit sogar Jahrgangsbeste mit einer glatten Eins. „Sie waren richtig gut“, rief Dr. Werner Lothar Hofmann den frischgebackenen Absolventinnen zu.

Vertrag in der Tasche

Viele der Berufsneulinge haben schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Sie sei von ihrer Ausbildungspraxis, der Lungenfachpraxis Dargel und Dr. Ludwig, übernommen worden, erzählt Anna-Maria Meyer aus Baunatal und fügt hinzu: „Blut abnehmen macht mir besonderen Spaß. Ärzte und Patienten sind nett.“

Die Zweitbeste des Jahrgangs, Ruzhdije Tika (20) aus Kassel, freut sich, dass sie an ihrer Ausbildungsstelle, der Gemeinschaftspraxis Haag, Gräff, Heiß im Stadtteil Kirchditmold, weitermachen kann.

Schnell Erfolg gehabt

Wie Meyer erzählt sie, dass ihr die Lehre leicht gefallen sei. Jasmin Pabst (22) aus Kassel ist nach ihrer Ausbildung in einer orthopädischen Praxis in die Radiologie Baunatal gewechselt. „Die Bewerbung hat überraschend schnell Erfolg gehabt“, sagt die junge Frau.

Ingrid Gerlach vom Berufsverband sagt, dass gute Fachkräfte inzwischen gesucht sind. Mancher Arzt sei sogar bereit, sie übertariflich zu bezahlen. Voraussetzungen seien allerdings: guter Lehrabschluss und die Bereitschaft, sich ständig fortzubilden. Der Verband helfe den Frauen dabei.

SIE HABEN ...

Von Peter Dilling

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