Polizeirevier Nord legte Kriminalstatistik 2010 vor – Autoaufbrüche in allen vier Kommunen

Gute Quote bei der Aufklärung

Ahnatal / Espenau / Fuldatal / Vellmar. Messerstechereien, Überfälle auf offener Straße oder Gewaltverbrechen - das sucht man in den Kommunen im nördlichen Altkreis mit ihren zusammen rund 43 000 Einwohnern weitgehend vergeblich. Nur leicht gestiegene Straftaten bei steigender Aufklärungsquote verzeichnete denn auch der Leiter des Polizeireviers Nord, Thomas Thiel, bei der Präsentation der Kriminalstatistik für 2010.

Die Fallzahlen für 2010 sahen in den einzelnen Kommunen wie folgt aus: In Ahnatal wurden im vergangenen Jahr 173 Straftaten (2009: 148) registriert, in Espenau 138 (120), in Fuldatal 329 (456) und in Vellmar 743 (713). Dabei sind diese Zahlen jedoch nur bedingt aussagekräftig. Denn angesichts der geringen Fallzahlen können Einzeltäter die Statistik schnell in den Keller treiben. Das war 2009 in Fuldatal mit einem Internetbetrüger der Fall.

Sehen lassen kann sich die Aufklärungsquote in den einzelnen Kommunen. 52,2 Prozent der Fälle konnte das Polizeirevier Nord - zu dem auch noch Kasseler Stadtteile gehören - lösen. Für die vier Kommunen des nördlichen Altkreises sah das wie folgt aus: In Ahnatal lag die Aufklärungsquote 2010 bei 45,1 Prozent (2009: 59,9 Prozent), für Espenau bei 57,2 Prozent (38,3), in Fuldatal bei 52,9 Prozent (46,1) und in Vellmar bei 56 Prozent (48,5).

Wie ein roter Faden zogen sich dabei nach Angaben des Revierleiters Autoaufbrüche durch alle vier Kommunen. Dazu kam in Vellmar Ende 2010 eine Einbruchserie in Wohnungen und gewerblich genutzte Räume, in Ahnatal eine Reihe von Sachbeschädigungen.

Bei Gewaltverbrechen hieß es weitgehend Fehlanzeige. Jeweils eines in Ahnatal und Fuldatal verzeichnet die Bilanz. Tote gab es nicht.

Im Vergleich zu 2009 ist für das vergangene Jahr laut Thiel ein Trend erkennbar: Es gibt immer mehr oft zeitaufwendige Einsätze der Beamten bei Fällen, die sich später nicht in der Statistik niederschlagen. Das Ausrücken wegen Ruhestörungen oder Familienzwistigkeiten sind dafür zwei Beispiele.

Von Stefan Wewetzer

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