Dorftage in Kaufungen: Gute Stimmung an der Losse

Hier war kaum ein Durchkommen: Am Samstagnachmittag drängten sich die Besucher vor der Bühne, als die Tanzgruppen des Sportvereins SV 07 Kaufungen auftraten. Fotos: Dilling

Kaufungen. Drei Tage feierten die Menschen bei den Dorftagen im alten Ortskern von Niederkaufungen. Insgesamt kamen rund 9000 Besucher.

Den ganzen Tag mit Schwert und schwerem Kettenhemd herumlaufen, das macht hungrig. Also lässt sich Ritter Joachim von Wolfsburg zu Niederkaufungen erst mal von der Mamsell Kirstin Döll eine leckere Gemüsesuppe reichen, die über einem offenen Feuer brodelt. Einer seiner Knappen schnitzt derweil eifrig ein neues Schwert.

Von Wolfsburg heißt in Wirklichkeit Joachim Kothe. Er sorgte mit seiner Frau Brigitte und weiteren Mitstreitern des Vereins Coufunga für das mittelalterliche Flair bei den Kaufunger Markttagen.

Drei Tage lang herrschte buntes Treiben in den Budenzeilen mit ihren 36 Ständen diesseits und jenseits der Losse in Niederkaufungen. 9000 Besucher aus der Region habe dieses Ambiente insgesamt angelockt, schätzt Bürgermeister Arnim Roß (SPD), der mit dieser Bilanz sehr zufrieden ist. Der Sonntag sei der besucherstärkste Tag gewesen.

Mit dem Wetter hatten die Kaufunger Glück. Am Samstag hörte der Regen rechtzeitig auf, bevor die Markstände öffneten. Nachmittags, als die Tänzer des SV 07 auf der Bühne eine beschwingte Show boten, war zwischen den Bierzeltgarnituren auf der Flaniermeile kaum ein Durchkommen mehr.

Die Dorftage glänzten vor allem durch Vielfalt und abwechslungsreiche Angebote für Kinder: Bei Bildhauer Norbert Wicke konnten sie unter seiner Anleitung selbstgewählte Figuren und Motive aus dem Kalkstein schlagen.

Herr Müller mit seiner Gitarre sorgte für die musikalische Unterhaltung der Kinder. Auf einer kleinen Wiese übten sie sich als Bogenschützen. Martina Hergl ging mit ihrer Enkelin Mayla Ponyreiten und grillte anschließend Stockbrot über einem offenen Feuer. „Ein sehr unterhaltsames Programm wird hier geboten“, lobte die Kaufungerin.

Für dieses sorgten vor allem die örtlichen Vereine. Beim Naturschutzbund (Nabu) konnte man Nistkästen bauen und leckere Suppe essen, die Landfrauen servierten Waffeln, die Kirche lud zur Kaffeetafel ein. Die Gäste aus Kaufungens Partnerstadt Bertinoro glänzten nicht nur mit kulinarischen Angeboten, sondern auch mit einem musikalischen Auftritt. Dazu gab es Straßentheater und Live-Musik satt.

Aus den Reihen der Standbetreiber, die fast ausschließlich aus der Region kamen, habe er nur positive Rückmeldungen erhalten, sagte Roß. Verkehrsprobleme wegen der abgesperrten Straßen habe es keine gegeben.

Dorftage in Kaufungen

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