Vorplatz des Niestetaler Rathauses wird für 730 000 Euro umgestaltet – Arbeiten laufen bis Jahresende

Vorplatz des Niestetaler Rathauses wird neu gestaltet

Großbaustelle Rathausvorplatz

Niestetal. Seit gut zwei Wochen gleicht Niestetals gute Stube einer ziemlich ausgedehnten Baugrube: Der Vorplatz des bis Ende 2011 aufwendig sanierten und vergrößerten Rathauses wird grundlegend neu gestaltet.

Das hat die Diskussion im Ort in Schwung gebracht, hat Rathaussprecher Dennis Bachmann festgestellt. Richtige Proteste gebe es nicht, aber ein gewisses Rumoren in der Bevölkerung sei unüberhörbar. Tenor: Müssen diese 730 000 Euro jetzt auch noch ausgegeben werden?

Ja, meint Bachmann, denn der neue Vorplatz sei von Anfang an Teil des Rathaus-Sanierungskonzeptes gewesen. Durch den Anbau sei das Gebäude länger geworden, die alte Zufahrt mündete direkt auf die Hausecke, das Kunstwerk „Brückenschlag“ von Uwe Kunze sei aus der optischen Mitte gerückt.

Die neue Zufahrt werde in Richtung Feuerwehr verschoben, das Kunstwerk zentriert, auf der gegenüberliegenden Seite der Heiligenröder Straße werde neuer Parkraum als Ersatz für die weggefallenen Flächen geschaffen und gleichzeitig der Hochwasserschutz gegen die herandrängende Nieste verbessert.

Die Pläne des Kasseler Planungsbüros Foundation 5+ wollten den Platz im Gemeindezentrum zu einem stimmungsvollen Treffpunkt für alle Generationen machen, betonte Bachmann.

Die Diskussion darüber sei vermutlich durch die angespannte Finanzlage Niestetals in diesem Jahr ausgelöst, meinte der Rathaussprecher. Nach Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer in den zurückliegenden Jahren müsse die Gemeinde 2012 mehr an Umlagen abführen, als überhaupt Einnahmen zu erwarten seien. Der vorsichtshalber eingeräumte Kreditrahmen von neun Millionen Euro sei dennoch bislang nicht angetastet worden. Gleichwohl könne man beim Rathausprojekt nicht auf halber Strecke aufhören. Das Ziel, den Vorplatz bis zum Jubiläum „40 Jahre Großgemeinde Niestetal“ Mitte August fertig zu haben, wird allerdings verfehlt. Bachmann rechnet damit, dass erst Ende des Jahres die gute Stube der Gemeinde völlig neu möbliert wurde.

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