Kaufunger Bürgermeister aber enttäuscht über Abschneiden der SPD

Roß hält an Plan für Markt im Bürgerhaussaal fest

Arnim Roß: Bürgermeister und SPD-Chef in Kaufungen. Archivfoto: Fischer

Kaufungen. In der Frage des künftigen Lebensmittelmarkt-Standortes sei die Kaufunger Bevölkerung in zwei Lager gespalten, hat Bürgermeister Arnim Roß (SPD) das Ergebnis der Kommunalwahl vom Sonntag interpretiert.

Die eine Hälfte sei für das von SPD, GLLK und KWG favorisierte Modell eines Marktes im heutigen Bürgerhaussaal und eine gemeinsame Nutzung der neuen IGS-Aula durch Schule und Gemeinde. Die andere Hälfte wolle den heutigen Bürgerhaussaal sanieren, für einen Markt auf dem Riffer-Gelände sei allein die CDU.

Er werde daher den Auftrag des Parlamentes vom 10. März erfüllen und bis zum Juni entscheidungsreife Konzepte für beide Varianten ausarbeiten, kündigte der Verwaltungschef an. Beide Modelle sollten vorher bei einer Bürgerversammlung vorgestellt und diskutiert werden.

Roß, der auch Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kaufungen ist, äußerte sich enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei, die am Sonntag 12,7 Prozent verloren hatte und nur noch auf 36,8 Prozent gekommen war. Dazu habe sicherlich auch die Standortfrage für den Supermarkt beigetragen, räumte er ein.

Gleichwohl habe die CDU davon profitiert, dass die FDP nicht mehr angetreten sei und sie deren Wählerstimmen erhalten habe. Ohne die FDP-Stimmen habe die CDU lediglich 3,2 Prozent hinzugewonnen, rechnete er vor.

Gleichzeitig, so Roß weiter, hätten die Grünen, die sich immer gegen den Markt-Standort Riffer-Gelände ausgesprochen hätten, auf Anhieb 13,3 Prozent geholt. Und die neue KWG - ebenfalls Riffer-Gegner - habe 5,6 Prozent erhalten. Dies sei ein ähnlicher Stimmenzuwachs wie bei der CDU.

Der Bürgermeister kündigte Gespräche mit allen Fraktionen im Gemeindeparlament an, um die für Kaufungen beste Lösung zu erreichen. (tom)

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