A 44: Konkrete Planung kann jetzt beginnen

Bund gibt grünes Licht für Entwurf – Bürgermeister: Hängepartie vorbei

Kaufungen / Helsa / Kassel. Nach jahrelanger Diskussion über den Trassenverlauf rückt der Bau der Autobahn 44 zwischen Kassel und Helsa näher. Das Bundesverkehrsministerium hat den Plänen des Landes Hessen für den rund zehn Kilometer langen Abschnitt zugestimmt.

Das teilte die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck (Niestetal) am Dienstag im Anschluss an ein Gespräch mit Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär (CSU) in Berlin mit. Zuvor hatte der Bundesrechnungshof nach drei Jahren die Prüfung der Pläne beendet. Wie berichtet, hatten die Finanzwächter erhebliche Kritik an der ursprünglichen A 44-Planung geübt.

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Damit hat sich der Rechnungshof offenbar durchgesetzt. Die Ende der 1970er-Jahre gebaute Straße soll dort aus Kostengründen zurückgebaut werden.

In Kaufungen und Helsa sorgen die Pläne der Straßenbaubehörde Hessen Mobil für Widerstand. Im Lossetal fürchtet man, dass der Umleitungsverkehr bei Unfällen und Baustellen auf der Autobahn zu einem Verkehrschaos in den Ortschaften führen wird.

Aktualisiert um 16.20 Uhr

Vor allem aus Kaufungen und der Stadt Kassel kommt auch Kritik an dem vorgesehenen Wegfall der A7-Anschlussstelle Kassel-Ost. Diese soll zu einem Autobahndreieck ohne Auf- und Abfahrmöglichkeit umgebaut werden.

Die Folge könnte eine erhebliche Zunahme des Verkehrs an der Anschlussstelle Kassel-Nord und im Kasseler Osten sein. In einer ersten Reaktion sprachen Gottschalck sowie die Bürgermeister von Kaufungen und Helsa, Arnim Roß und Tilo Küthe (beide SPD), von einer grundsätzlich guten Nachricht.

Die Hängepartie um die A 44 sei nun beendet und der eigentliche Planungsprozess könne beginnen. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) teilte gestern mit, dass die A 44-Trasse bei Kaufungen nach Süden gerückt wird, gleichwohl werde die B 7 in Teilbereichen zurückgebaut. (ket/hog)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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