117 Oldtimer-Fans bei der 18. ADAC-Wertungsfahrt

Härtetest für alte Schätzchen

Start im strömenden Regen: Ulrich Krüger (rechts) und Dr. Volker Stölzner aus Waldau ließen sich vom Wetter nicht beeindrucken. Das Verdeck des Triumph Roadster blieb in der Versenkung. Stattdessen schützten sich die Oldtimer-Fans mit Lederkappen. Fotos:  Dilling

Baunatal. Der Start der Oldtimerfahrt des Automobilclubs ADAC am Baunataler Volkswagenwerk geriet am Samstag zu einer nassen Angelegenheit. Wegen des starken Regens fuhren die Cabrios unter den alten Schätzchen nur mit geschlossenem Verdeck los - bis auf eines:

Ulrich Krüger und Dr. Volker Stölzner trotzten in ihrem über 50 Jahre alten Triumph TR 3 dem Wetter und fuhren nur mit ihren stilvollen Lederhauben geschützt los, die Ersatzjacken trocken verstaut. „Zur Not kippen wir den Wagen, dann fließt das Wasser wieder heraus“, sagte Stölzner scherzhaft.

So schlimm kam es dann doch nicht. Dennoch geriet die Tour mit mehreren Fahrprüfungen nach Bad Wildungen teilweise zum Härtetest. Unterwegs gab es Nebel und erneut viel Regen. Drei Oldtimer erreichten ihr Ziel wegen eines Defekts nicht. Auf dem Parkdeck am Europaplatz, der ersten Station, harrten immerhin mehrere Dutzend Schaulustige mit Regenschirmen aus, um die historischen Fahrzeuge zu bewundern. Das lohnte sich: Der Korso der Oldtimer bot einen Querschnitt durch fast 80 Jahre Automobilgeschichte. Einer der Hingucker war die herrschaftliche BMW-Limousine von 1938, die der Schauenburger Lothar Scherb aufwendig restauriert hat.

Die Marke BMW gab es aber auch einige Nummern kleiner zu sehen: Angelika und Gerhard Waldeyer aus Arnsberg fuhren gemütlich in ihrer BMW Isetta von 1960, die von ihren Fans auch „Quietschkugel“ genannt wird. Die dicken Perserteppiche und das echte Schaffell als Sitzunterlage verhinderten allerdings nicht, dass es in dem nur zwölf PS starken Gefährt auf längeren Strecken Bandscheibenprobleme gibt, sagte Gerhard Waldeyer.

Bilder der Rallye

Oldtimer-Rallye des ADAC

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