Arbeitsgruppe Ortsführungen stattet zum Jubiläumsjahr 49 Gebäude mit informativen Schildern aus

Häuser erzählen ihre Geschichte

Ein Schild für das Fruchtschreiberhaus: Günter Lesemann vor dem stattlichen Fachwerkhaus in der Tränkegasse. Fotos: Stier

Kaufungen. Jahrhundertealt sind viele Fachwerkhäuser in Kaufungen, doch ihre Geschichte und die ihrer Bewohner behielten sie bislang vor dem Betrachter verborgen. Das hat sich geändert: 31 historisch bedeutsame Gebäude in Oberkaufungen und 18 in Niederkaufungen tragen jetzt informative Schilder an ihren Fassaden, die Aufschluss über ihre Bedeutung geben.

Die historische Ortsbeschilderung ist eine Idee der Arbeitsgruppe Ortsführungen, die sich zur Vorbereitung der 1000-Jahr-Feier gebildet hat. Für die Auswahl der Gebäude und die Beschriftung der haltbaren Kunststoffschilder war in Oberkaufungen Günter Lesemann zuständig, für die Häuser in Niederkaufungen war es Reinhard Böth.

Damit interessierte Kaufungen-Besucher sich auf ihrem Rundgang zu den schönen Gebäuden nicht verlaufen, wird demnächst ein Flyer erscheinen, der sie auf dem rechten Weg hält, kündigte Bürgermeister Arnim Roß an.

Außerdem werde es auch geführte Touren durch die Orte geben, erläuterte Günter Lesemann. Der 71-jährige pensionierte Bundeswehrsoldat war vergangene Woche mit dem Bauhofmitarbeiter Edgar Baumann unterwegs, um die Schilder anzubringen.

So etwa am „Fruchtschreiberhaus“ in der Tränkegasse von Oberkaufungen. In dem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbauten, stattlichen Fachwerkhaus wohnte der Fruchtschreiber, der für das Ritterschaftliche Stift bis 1848 alle Ernteeinnahmen protokollierte und kontrollierte. Das war offenbar ein angesehener und einträglicher Job, wie der hohe Fachwerkrahmenbau zeigt. In dem Haus, an dem jetzt das Schild Auskunft über seine Geschichte gibt, leben seit über 30 Jahren Bärbel und Dr. Alexander Dimas. (tom)

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