Markt in Heiligenrode wächst um 600 Quadratmeter - Fünf neue Vollzeitstellen und großes Parkdeck

Häuser weichen großem Edeka

Bagger schaffen Platz: An der Witzenhäuser Straße werden derzeit drei alte Häuser abgerissen. An ihre Stelle soll ein zweigeschossiges Parkdeck mit 116 Abstellplätzen gebaut werden. Das Haus links ist heute schon Geschichte, es wurde gestern beseitigt. Fotos: Stier

Niestetal. Jahrzehnte mussten die rund 4700 Einwohner von Heiligenrode mit nur einem und auch noch vergleichsweise kleinem Lebensmittelmarkt auskommen. Innerhalb weniger Monate wird sich die Einkaufssituation in dem Niestetaler Ortsteil nun mit einem großen, modernen Edeka-Markt und einem Rewe-Markt deutlich verbessern.

Kai Schmoll (44) und seine Lebensgefährtin Tatjana Ljaguschin haben zum 1. Februar den Edeka-Markt an der Witzenhäuser Straße vom Ehepaar Dedecke übernommen und schon in dieser Woche mit dem Umbau begonnen.

Drei alte Gebäude unterhalb des Marktes werden derzeit abgerissen. Dort soll innerhalb der nächsten zwei Monate ein zweigeschossiges Parkdeck mit 116 Abstellflächen entstehen, berichtete Schmoll.

Selbstständigkeit gewagt

Anschließend wird der Einkaufsmarkt einen 600 Quadratmeter großen Anbau auf Teilen des heutigen Parkplatzes erhalten, der die Verkaufsfläche inklusive Getränkemarkt auf 1800 Quadratmeter erweitert. Der Verkauf geht derweil weiter.

Der gebürtige Kasseler Schmoll und Tatjana Ljaguschin sind seit Jahren im Lebensmittelhandel beschäftigt und mit der Edeka-Hessenring Handelszentrale in Melsungen eng verbunden. Zuletzt führten sie vier Jahre eine eigene Handelsagentur, jetzt wagten sie den Schritt in die Selbstständigkeit von Marktbetreibern.

Nach Abschluss des Umbaus Ende des Jahres soll das Sortiment im komplett modernisierten Markt erweitert werden. Besonders den Bio-Bereich will Schmoll vergrößern, ebenso die Frischeabteilung, die Wursttheke und das tägliche Mittagsmenü. Fünf neue Vollzeitstellen sollen geschaffen, einige Teilzeitbeschäftigte zusätzlich eingestellt werden.

Glückliche Lösung

Dass nur wenige hundert Meter entfernt auf dem ehemaligen Neuenhagen-Gelände ein neues Einkaufszentrum mit einem großen Rewe-Markt entsteht, macht Kai Schmoll nicht bange. Beide Märkte hätten deutlich unterschiedliche Sortimentsschwerpunkte.

„Unsere Vergrößerung wird wohl eher zulasten der Edeka-Märkte in Sandershausen gehen“, vermutet Schmoll. Die Niestetaler Verwaltung verfolgt die Entwicklung des Lebensmittel-Einzelhandels mit Wohlwollen: „Das ist eine glückliche Lösung für Heiligenrode“, sagte Rathaussprecher Dennis Bachmann.

Seit vielen Jahren habe es immer wieder Klagen über die schlechte Versorgung Heiligenrodes mit Lebensmittelmärkten gegeben. Dieser Zustand werde jetzt schlagartig beendet.

Dabei sei es auch städtebaulich gut, dass die Fläche des insolvent gegangenen Autohauses Neuenhagen jetzt neu genutzt wird. Bachmann: „Das ist ja heute wirklich kein attraktiver Anblick.“ Die Fläche im Ortszentrum sei ideal für ein neues Einkaufszentrum.

Von Thomas Stier

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