Zum Neujahrsempfang von Baunatals größtem Sportverein gehörten auch Ehrungen

Ein halbes Jahrhundert im KSV

50 Jahre im Verein aktiv: Dafür ehrten KSV-Präsidentin Ursula Harms (links) und Vize Timo Gerhold (rechts) die Mitglieder Heinz Käse (66, Handball), Herbert Bornemann (61) vom Musikzug, hier ausnahmsweise mit Kontrabass statt Trommel, Günter Siebert (64) und Gerhard Reinhardt (60), beide Abteilungen Fußball und Musikzug.

Baunatal. Vier Mitglieder, die dem Verein seit 50 Jahren die Treue halten, wurden während des Neujahrsempfangs des KSV Baunatal mit Goldenen Ehrennadeln ausgezeichnet. Darunter Günter Siebert (64), früher im Fußball und im Musikzug aktiv, der eigens aus Offenbach angereist war, wo er seit mehr als drei Jahrzehnten lebt.

Da hatten es die anderen drei nicht so weit: Heinz Käse (66) aus Kirchbauna, Stütze des heimischen Handballs, sowie Herbert Bornemann (61) und Gerhard Reinhardt (60), beide aus Altenritte, beide früher im Fußball und später im Musikzug engagiert.

Präsidentin Ursula Harms, ihre Stellvertreter Christine Lutze und Timo Gerhold hätten gern noch drei weitere Mitglieder geehrt, die seit einem halben Jahrhundert gelistet sind. Norbert Klapp, Wolfgang Krug und Rolf Schaub waren jedoch verhindert.

Den Neujahrsempfang umrahmten Jürgen Müller (Kontrabass) und Jens Großmann (Akkordeon) vom Duo Zweierlei mit Ohrwürmern der 20er-Jahre und leiser Jazzmusik. Ein Team aus dem hauptberuflichen Mitarbeiterkreis des Großvereins sorgte für Getränke und Schnittchen. Ob der nächste Neujahrsempfang nach dem Ausbau der Sportwelt bereits im neuen Saal stattfinden wird – darauf ist auch die Vereinsspitze gespannt.

Der KSV Baunatal hat 5300 Mitglieder in 30 Abteilungen. Darüber hinaus kommen pro Woche 600 Menschen in die Sportwelt, um dort an Kursen von Aerobic bis Rückenschule teilzunehmen. Diese Nutzer gehen halbjährige Kurzmitgliedschaften ein. Neben Trendsportarten seien Gesundheitskurse, die von Krankenkassen bezuschusst werden, sehr gefragt, sagt Präsidentin Harms. Der Verein versteht die Sportwelt als Ort des Breitensports, der in den meisten Sporthallen nicht mehr möglich sei. Mit den Einnahmen würden neben Aufwand und Personal viele tradierte Sportangebote des KSV finanziert.

Referent Jochen Wolf (Berlin) erklärte den Unterschied zu einem Unternehmen während des Neujahrsempfangs so: Überschüsse, sprich: Gewinne, dürften zwar auch im Verein sein. Im Gegensatz zu einer Firma würden sie aber nicht privatisiert, sondern wieder in den Verein investiert. (ing) STICHWORT

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