Bus-Shuttle zum Turnunterricht

Sanierung der Wilhelm-Leuschner-Schulsporthalle liegt gut im Zeitplan

Sanierung der Wilhelm-Leuschner-Schulsporthalle liegt gut im Zeitplan

Niestetal. Dort, wo die Handballer des TSV Heiligenrode sonst Torwürfe und Kreisläufe üben, wo die Schüler der WilhelmLeuschner-Schule (WLS) in Heiligenrode Pferdsprünge trainieren und beim Zirkeltraining schwitzen, ist momentan blanker Betonboden zu sehen. Maurer sind am Werk. Installateure verlegen Kupferrohre.

Der scharfe Geruch von Schweißarbeiten liegt in der Luft: Die rund 2,7 Millionen teure Sanierung der kreiseigenen Sporthalle an der WLS kommt in Riesenschritten voran. Nach den Herbstferien, so schätzt Niestetals Bürgermeister Andreas Siebert (SPD), wird Einweihung gefeiert.

Momentan liegen die Arbeiten nach Auskunft von Landrat Uwe Schmidt im Zeitplan. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde das Dach repariert und wärmegedämmt. Die Fundamente der Halle mussten aufgegraben und trockengelegt werden. In den Dusch- und Umkleideräumen des über 30 Jahre alten Gebäudes hatte es in den vergangenen Jahren wegen der aufsteigenden Feuchte zunehmend muffig gerochen.

Die Halle ist vollständig entkernt worden. Eine bessere Isolierung und die moderne Deckenplattenheizung, die gerade von den Arbeitern installiert wird, werden die Energiekosten der Halle spürbar senken.

Auch heller werden es die Sportler künftig haben: Die Glasbausteine an der Hallenwand sind durch richtige Fenster ersetzt worden. Landrat Schmidt lobt das gute Zusammenspiel von Schule, Gemeinde und Kreis während der Sanierung. Während der Arbeiten rücken Schüler und Vereinssportler in ihrem Ausweichquartier, der Mehrzweckhalle am Niestetaler Rathaus, zusammen.

In zweistündigem Rhythmus bringen Busse im Pendelverkehr die rund 700 Schüler, von denen rund zwei Drittel aus Niestetal kommen, dorthin zum Turnunterricht. Im zweiten Halbjahr haben sie wegen der Sanierung eine Sportstunde weniger.

Zusammenarbeit klappt

Schulleiterin Ana Viehmann ist froh, dass die Zusammenarbeit mit den Vereinen, die 60 Prozent der Hallenzeiten nutzen, klappt. Vor Kurzem habe man sich problemlos über die Gestaltung der Spielfelder und die Farbgebung der Halle geeinigt, sagt sie. Die Gemeinde Niestetal beteiligt sich mit rund 900 000 Euro an den Sanierungskosten. Aus dem Investitionspaket des Landes Hessen fließen 468 000 Euro in die energetische Sanierung der Halle. 1,3 Millionen Euro schultert der Kreis.

Dank der finanziellen Hilfe Niestetals könne der Kreis den Sanierungsstau bei seinen Hallen schneller abbauen, sagt Schmidt. Dennoch habe man da noch einen langen Weg vor sich. Denn dem Kreis stünden künftig nur noch fünf Millionen Euro pro Jahr für die Unterhaltung von Schulen und Hallen zur Verfügung.

Von Peter Dilling

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