Halle in Hertingshausen fast nur noch ein Skelett

Sanitär- und Umkleideräume sind verschwunden: Die Wände dieses Trakts waren zu dünn, um darin die neuen Versorgungsrohre integrieren zu können. Foto: Dilling

Baunatal. Die Sporthalle Hertingshausen ist kaum wiederzuerkennen: Der Vorbau und die sanitären Nebenräume sind abgerissen. Von der Halle selbst stehen fast nur noch das Tragwerk und das Dach.

Die auf 5,4 Millionen Euro veranschlagte grundlegende Sanierung, der Umbau und die Modernisierung der 27 Jahre alten Sporthalle und ihres Umfeldes, hat damit die erste Etappe hinter sich gebracht.

Bis Ende dieses Sommers solle der Rohbau stehen, kündigte Bürgermeister Manfred Schaub während einer symbolischen Grundsteinlegung auf der Baustelle an. Wenn alles planmäßig läuft, können die Spielgemeinschaft HSG Baunatal und der TSV Hertingshausen zu Beginn der Spielsaison 2016 / 2017 im übernächsten Herbst die Halle wieder nutzen.

Das Projekt liege momentan voll im Zeit- und Kostenplan, sagte Thomas Meyer von KM-Architekten aus Ahnatal. Aufträge von mehr als zwei Millionen Euro seien bereits erteilt worden, berichtete Schaub. Die neue Halle wird mit einer großzügigen Glasfront im Foyerbereich ausgestattet und - im Gegensatz zu früher - auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu nutzen sein. Eine gute Nachricht für behinderte Menschen der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS), die von der HSG öfter zu Punktspielen eingeladen werden.

Die Vereine können sich über mehr Publikum freuen: Es wird nach dem Umbau 60 bis 80 Plätze mehr auf der Tribüne geben. Beim Raumkonzept habe man Einvernehmen mit den Vereinen erzielt, sagte Schaub. „Die Vereine überziehen nicht. Sie sind realistisch“, erklärte er. Bei der Anlage der Parkplätze ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen.

Neben dem Austausch des maroden Schwingbodens der Halle, Platzproblemen und weiterem Reparaturbedarf war vor allem der hohe Energiebedarf für die Entscheidung zur Sanierung maßgebend.

Die Stadt verspricht sich nach den Worten der Ersten Stadträtin Silke Engler eine Energieeinsparung von 60 Prozent. Lothar Rost von der Grünen-Fraktion hatte das während der jüngsten Stadtverordnetensitzung kritisch hinterfragt. Warum die Stadt denn nicht flächendeckend ein extrem sparsames Heizungssystem eingebaut habe, wollte er wissen. Wegen der unterschiedlichen Funktionen, die das Gebäude erfülle und wegen seiner Architektur habe man vier unterschiedliche Heizungsarten vorsehen müssen, erklärte Engler. Aus statischen Gründen könne man auch keine größere Fotovoltaikanlage auf dem Dach installieren.

Noch dieses Jahr soll auch der Trainingsplatz neben der Halle einen Kunstrasenbelag erhalten.

Von Peter Dilling

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