VW spendete Fachbereich Metalltechnik der Herwig-Blankertz-Schule zwei Getriebe

Hand drauf – losschrauben

Die Hände drauf: Volkswagen spendete der Herwig-Blankertz-Schule zwei Getriebe. Darüber freuen sich Jutta Degenhardt (stellvertretende Schulleiterin, von links), Erhard Grabe (VW-Abteilungsleiter Getriebebau), Alfred Steinmetz (Fachreferent Instandhaltung), Juliana Wagner und Lena Heilmann (beide Auszubildende Industriemechanik) sowie Heinz-Herbert Schmidt (Meister), Dieter Bank (Ausbilder Industriemechaniker) und Nina Ludovici (Auszubildende Industriemechanik). Foto: Laumann

Baunatal/Wolfhagen. Hand drauf. Diese Floskel fällt schnell bei Kooperationen. Bei der Zusammenarbeit zwischen VW Baunatal und der Wolfhager Herwig-Blankertz-Schule passt es aber.

Denn was die Baunataler im Gepäck hatten, lässt sich prima anfassen, auseinander- und wieder zusammenschrauben: Volkswagen spendete dem Fachbereich Metalltechnik zwei Fünfganggetriebe: ein Schnittmodell und ein geschlossenes Modell. Sie stammen aus der Serie ML 285 und haben einen Wert von 8000 Euro.

Getriebe dieser Bauart wurden zwischen 1985 und 2011 gefertigt. Sie fanden unter anderem Platz im Audi A4 und A6 sowie zwischenzeitlich im Passat. Die mitgebrachten Exemplare standen als Anschauungsmaterial in der Fertigung, wie Erhard Grabe, Abteilungsleiter Getriebebau, erklärte.

„Wir hoffen, dass wir unserem Nachbarn etwas Gutes getan haben“, sagte Grabe mit einem Lachen. Und tatsächlich: Für die Wolfhager Berufsschule kommt das Geschenk gelegen, auch wenn es nicht das erste VW-Getriebe in der Schule ist.

„Wir können im Unterricht somit an echten Produkten arbeiten und nicht an einem gestellten Fall.“

Berufsschullehrer Frank Lieber

„Wir können im Unterricht somit an echten Produkten arbeiten und nicht an einem gestellten Fall“, erklärt Berufsschullehrer Frank Lieber. Es gehe darum, das theoretische Wissen an den Getrieben zu veranschaulichen. Es soll im wahrsten Sinne greifbar gemacht werden.

500 VW-Auszubildende

Da etwa 500 Herwig-Blankertz-Schüler ihre Ausbildung bei VW in Baunatal absolvieren, passe die Kooperation besonders gut. „Wir wollen, dass die Schüler Funktionen nachvollziehen können“, erklärt der Pädagoge.

Einsatzgebiete gebe es für die beiden neuen Getriebe genug. Im Unterricht würden Aspekte wie die Verzahnung oder Lagerung an dem Anschauungsobjekt erklärt werden, so Lieber.

Auch bildeten die beiden Komponenten eine gute Grundlage für Berechnungen, etwa wenn es um das Drehmoment geht.

Von Anke Laumann

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