HNA-Markt: Karin Sendkers verkauft ein handgefertigtes, typisch österreichisches Esszimmer.

Handgefertigtes Esszimmer

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Gutes altes Handwerk: Die Möbelstücke sind mit Schnitzereien reich verziert.

Unwillkürlich fragt man sich, wie kommt das typisch österreichische Esszimmer in diesen modernen Neubau am Rande des Guxhagener Ortsteils.

Karin Sendker muss bei dieser Frage schmunzeln. „Beim Skiurlaub im Tuxertal in Österreich haben wir 1972 in unserem Hotel erstmals diese Art Möbel gesehen. Sofort war meinem Mann und mir klar, so etwas wollen wir auch“, erzählt die sympathische Wollröderin an der stilvoll gedeckten Kaffeetafel.

Es sollte aber noch bis 1977 dauern, bis sich der erste Schrank per Bahn von den Alpen auf den Weg nach Nordhessen machte. „Wir haben den Schreiner zwar ausfindig machen können, aber leider war der Mann bereits im Ruhestand. Es hat uns große Überredungskunst gekostet ihn dazu zu bringen, für uns noch einen Schrank anzufertigen. Dank unserer guten Beziehung zu der Familie hat es aber geklappt“, freut sich Karin Sendker noch heute.

Große Schnitzkunst

Der mit zahllosen Schnitzereien verzierte Geschirrschrank bildete den Kern des späteren Esszimmers. Ein Jahr später konnten die Sendkers von dem altem österreichischem Schreiner noch eine Deckeltruhe erwerben. „Die beiden Möbelstücke wurden komplett in Handarbeit gefertigt“, erklärt Frau Sendker.

Im Laufe der Jahre gesellten sich noch eine Truhenbank, ein Apothekerhängeschrank, handgefertigte Stühle und ein Tisch dazu. „Diese Möbel haben wir aber nicht mehr in Österreich gekauft, sondern hier erworben“, sagt die rüstige Wollröderin.

Robuste Qualität

Dass, das Esszimmers stabil ist, hat es schon mehrfach bewiesen. Hier haben die Sendkers nicht nur zahllose Familienfeste gefeiert, gemeinsam gegessen und die Kinder ihre Hausaufgaben erledigt, sondern das Zimmer ist in den vergangenen Jahrzehnten auch schon mehrfach umgezogen. „Insgesamt waren es wohl sechs Umzüge. Das kann man auch nur mit solchen Möbeln machen“, stellt Karin Sendker fest und muss dabei selber etwas lachen.

Nun möchte die Rentnerin ihren Esszimmerbereich neu gestalten und würde sich freuen, wenn die handgefertigten österreichischen Möbel in gute Hände kommen: „Am liebsten wäre es mir, wenn das Esszimmer zurück nach Österreich kommt. Ich kann mir die Möbel aber auch sehr gut in einem Holzhaus vorstellen.“ Der Verkaufspreis spielt für Karin Sendker dabei auch nicht mehr die übergeordnete Rolle: „In den 80er Jahren hätten wir die Schränke mehrfach verkaufen können, aber heute ist der Stil ja nicht mehr so gefragt.“

Als Beigabe gibt es das passende Geschirr und ein handgefertigtes Kaffeeservice dazu, verspricht die Wollröderin: „Und wenn sich gar niemand findet, dann gebe ich es der Familie des Schreiners in Österreich als Gegenleistung für einen Urlaub.“

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