Niestetaler Parlament lehnt Fahrstreifen an der Hauptstraße in Sandershausen ab

Hannoversche bleibt ohne Radweg

NIESTETAL. Die vor dem Ausbau stehende Hannoversche Straße im Niestetaler Ortsteil Sandershausen wird keinen Radfahrstreifen erhalten. Das hat die Gemeindevertretung mit überwältigender Mehrheit beschlossen. CDU und SPD begründeten ihr Votum gegen die Ergänzung der Landesstraße 562 um Fahrspuren für Radfahrer mit dem gleichzeitigen Verlust von Stellplätzen vor den Geschäften und Wohnhäusern. Die Radler könnten in Sandershausen auch auf Nebenstraßen ausweichen, wurde außerdem argumentiert.

Grünen-Sprecher Alois Lorscheider-Brinkmann, der die Überprüfung der Pläne im Sommer 2010 vorgeschlagen hatte, bedauerte die Ablehnung seiner Initiative. Er forderte die Aufstellung eines Radwegeplanes, der dem ständig zunehmenden Bedarf Rechnung trägt.

Zu den Plänen des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen lagen jetzt drei Varianten für den Ausbau der Hannoverschen Straße mit Möglichkeiten für den Radverkehr auf dem Tisch. Jeder Vorschlag wäre - mit Mehrkosten unter anderem für die Fahrbahnverbreiterung - auch umsetzbar gewesen, hätte aber zu einem Wegfall von Pkw-Stellplätzen geführt.

CDU-Sprecher Erich Schaumburg sorgte sich, dass durch einen Radfahrstreifen bis zu 22 Stellplätze verloren gehen. Die Gemeinde hätte außerdem zusätzliche Kosten für die Verlegung von Versorgungsleitungen aufzubringen, sagte der Gemeindevertreter. Jens-Dieter Horn (SPD) befürchtet Geschäftsschließungen, wenn Stellplätze wegfallen. Auch Bürgermeister Andreas Siebert warnte vor einem leichtfertigen Umgang mit Parkplätzen. „Die Geschäftsleute leben davon, dass man schnell einmal anhalten kann“, sagte der Verwaltungschef. (ppw)

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