Morgen feiern Anneliese und August Krug aus Großenritte Diamantene Hochzeit

Harte Arbeit prägte Leben

Jawort vor 60 Jahren: Anneliese und August Krug aus Großenritte, die heute Diamantene Hochzeit feiern, haben ein Leben fest zusammengehalten. Foto:Oschmann

BAUNATAL. Zehn Jahre kannten sich Anneliese und August, als sie am 15. Mai 1955 heirateten. Lange genug, um zu wissen, mit wem man den Bund für ein ganzes Leben schließen will. Der Bund hat gehalten, seit 60 Jahren. Morgen, am 15. Mai, feiern Anna Elisabeth, genannt Anneliese, und ihr Mann August Hermann Krug ihre Diamantene Hochzeit.

Harte Arbeit, großer Fleiß, Mut und unverbrüchlicher Zusammenhalt prägten das Leben des Ehepaars, dessen Sohn Bernd nun in fünfter Generation die Gastwirtschaft Hessischer Hof führt.

Anneliese Krug (84), geborene Hühne, stammt aus Böddiger (Schwalm-Eder-Kreis). Und er sei ein „geborener Großenritter“, erklärt ihr Mann, Landwirt und Gastronom August Krug (83) nicht ohne Stolz. Seit 1945 kennen sich die beiden, als Anneliese mit ihren Eltern nach Großenritte kam, wo diese das Traditionsgasthaus führten.

„Beim Schlittenfahren lernten wir uns kennen“, erzählt das Ehepaar, und Augusts Cousine Gertrud hatte damals schnell erkannt: Anneliese wäre genau die Richtige für August, berichten die Krugs und müssen lachen. Es folgten harte Jahre, der Ehemann arbeitete tagsüber als Landwirt und lernte gleichzeitig abends seinen zweiten Beruf als Gastronom.

„August hat sich dabei sehr gut eingelebt“, berichtet seine Frau anerkennend. Sie war die Chefin in der Küche. „Wir haben Tag und Nacht geschuftet, es war nicht einfach“, erinnert er sich. .

Alles hat das Ehepaar, das noch einen zweiten Sohn, Berthold, hat, mit genauer Arbeitsteilung gemeinsam geschafft, Haus und Hof ausgebaut, sich kaum Urlaub gegönnt. Bodensee, Zypern, wo sie ein Erdbeben erlebten und Algarve waren dann aber doch mal drin. „Hier im Wald fanden wir Erholung“, berichten die Krugs. Wie sie 60 Ehejahre hinbekommen haben? Ja, das wissen sie auch nicht so genau, gesteht das Paar, das vier Enkel und zwei Urenkel hat. Der Juniorchef sieht es so: „Die Eltern ergänzen sich, sind zusammengewachsen.“ „Anneliese hat immer gut für die Familie gesorgt“, fügt der Ehemann hinzu.

Seine Frau sagt: „Ich habe einen fleißigen Mann“. Das sei in ihrer Ehe immer wichtig gewesen.

Von Sabine Oschmann

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