Sanierung der Kirche Hohenkirchen kommt voran

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Balanceakt für ehrenamtliche Helfer: Mit bis zu sieben Mitstreitern hat Wulf-Horst Stamm an vielen Wochenenden den Dachstuhl freigelegt. Viele der alten Eichenbalken sind völlig morsch. Die Teile für den neuen Dachstuhl sind bereits zugeschnitten.

Espenau. Die eine Million Euro teure Sanierung der Kirche Hohenkirchen kommt voran: Wer sich wie Wulf-Horst Stamm vom Förderkreis traut, über die bis zu 400 Jahre alten, teilweise morschen Eichenbalken zu balancieren, genießt derzeit einen atemberaubenden Panoramablick auf Hohenkirchen und die angrenzenden Dörfer.

Der alte Dachstuhl der Kirche ist fast vollständig entkernt. In harter Plackerei haben Stamm und seine Mitstreiter die marode Decke des Gottesdienstes abgebaut und den Dachstuhl freigelegt. „Wir haben 25 Tonnen Stroh und Lehm weggeschafft“, sagt der Espenauer. Nun sind Fachleute am Zug: Die Dachdeckerfirma Becker aus Rothwesten entfernt die Balken und baut eine neue Holzkonstruktion.

In mühseliger Vorarbeit haben ehrenamtliche Helfer die Kirche ausgeräumt und Kirchenbänke ausgelagert. Das Kirchenschiff wird von einem riesigen Gerüst eingenommen. Hier wird es wohl aber erst nächstes Frühjahr weitergehen, wenn das Dach erneuert worden ist.

Mit viel Eigenleistung wollen die Gemeindemitglieder die Kosten niedrig halten. Gleichzeitig wird ihr Engagement vom Kirchenerhaltungsfonds mit einem zusätzlichen Zuschuss honoriert. Dennoch würden noch viele Spenden benötigt, sagt Stamm. Rund 50 000 Euro seien bisher zusammengekommen.

Geld fehlt vor allem noch für den Fahrstuhl, der auf der Rückseite des Gotteshauses als zweistöckiger Turm angebaut werden und Gehbehinderten einen barrierefreien Zugang ermöglichen soll. Der Plan, eine Rampe bis zur Kirche zu bauen und nur einen kleinen Lift zu installieren, sei wegen der beengten Platzverhältnisse an der Straße „Am Kirchberg“ aufgegeben worden. Jetzt soll der Aufzug am Fuß der steilen Böschung beginnen, im Keller, wo Teeküche und Behindertentoilette installiert werden sollen, einen Zwischenstopp einlegen und dann zum Kirchenschiff weiterfahren. Der Lift werde wohl 50 000 Euro kosten, schätzt Stamm. Auch der Altarraum soll für Gehbehinderte zugänglich gemacht und an das übrige Bodenniveau angeglichen werden.

Geht alles nach Plan, könnte die Kirche zu Ostern oder im Mai 2015 wieder eröffnet werden. (pdi)

Fotos von der Baustelle

Sanierung Kirche Espenau-Hohenkirchen

Spendenkonto Förderkreis Erhaltung der evangelischen Kirche Espenau-Hohenkirchen bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) Nr. 2 02 32 02 (BLZ 52 06 04 10).

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