Lohfeldener Ordnungsamtsleiter kandidiert für das Bürgermeisteramt in Espenau

Haselböck tritt für SPD an

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SPD-Kandidat: Marko Haselböck tritt in Espenau an, um Nachfolger von Bürgermeister Michael Wielert zu werden.

Espenau . Marko Haselböck ist der SPD-Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Espenau am 22. September. Für den 35-jährigen Verwaltungsmann aus Lohfelden sprachen sich die Sozialdemokraten während einer Mitgliederversammlung am Mittwochabend aus.

Haselböck ist Ordnungsamtsleiter in Lohfelden. Der Verwaltungsexperte mit Universitätsabschluss gehört der SPD seit 2000 an. Und saß für seine Partei von 2001 bis 2008 in der Lohfeldener Gemeindevertretung.

„Espenau ist eine wahnsinnig reizvolle Gemeinde“, meinte der Kandidat gestern auf Anfrage. Dort könne er sich ein Leben mit Partnerin und fünfjährigem Sohn sehr gut vorstellen. Haselböck macht keinen Hehl daraus, dass sich mit einer Wahl zum Bürgermeister für ihn ein Lebenstraum erfüllen würde.

Diesen versuchte er im vergangenen Jahr bereits in der Stadt Waldeck zu realisieren. Dort unterlag der 35-jährige Herausforderer bei der Direktwahl im Oktober allerdings mit lediglich 35,9 Prozent der Stimmen deutlich dem parteilosen Amtsinhaber.

Diese Niederlage sei „fast absehbar“ und schmerzhaft gewesen. „Ich habe sie verdaut und will nach vorn blicken“, sagt Haselböck. Er sei hoch motiviert und wolle in Espenau gewinnen.

Dort werden die Karten neu gemischt, nachdem Bürgermeister Michael Wielert (SPD) nach zwölf Jahren im Amt nicht wieder antritt. Mit Carsten Strzoda (39) wird es Haselböck mit einem parteilosen Gegner zu tun haben, der in Espenau lebt und den viele kennen. Dass er als Externer „mehr tun muss, um im Ort bekannt zu werden“, sei ihm klar. Haselböck sieht sich als Kandidat für alle Espenauer, auch wenn er für die SPD antrete.

Volker Knebes

Mit ihm sehen die Espenauer Genossen gute Möglichkeiten, erneut den Bürgermeister zu stellen. Haselböck sei mit 35 Jahren im besten Alter, könne gut mit Menschen umgehen und habe die fachliche Kompetenz, eine Gemeinde zu lenken. „Damit entsprach er allen Kriterien“, sagt Volker Knebes, Vorsitzender einer Findungskommission.

Haselböck habe sich bereits im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt, sagt Knebes. Nach pateiinterner Ausschreibung hatten sich insgesamt 13 Personen um eine Bürgermeister-Kandidatur beworben. Drei stellten sich noch Mittwochabend vor. Zu den unterlegenen Bewerbern, die aus Espenau stammen, will Knebes nichts sagen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“

Von Michael Schräer

Hintergrund

Früher Polizist und Juso-Vorsitzender

Marko Haselböck, SPD-Bürgermeisterkandidat in Espenau, wurde 1977 in Gießen geboren. Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie nach Lohfelden. Nach der Schule ging er zur Polizei. Diese verließ er als Polizeioberkommissar 2008 Richtung Lohfeldener Verwaltung. Seit 2010 ist der studierte Verwaltungsfachmann (Fachhochschule und Uni) Leiter der Ordnungsbehörde.

Seit 2000 Mitglied der SPD, war Haselböck von 2001 bis 2007 Juso-Vorsitzender in Lohfelden und von 2001 bis 2008 Gemeindevertreter. Er ist Mitglied in der FSK Lohfelden und der Karnevalsgesellschaft. Seine Hobbys sind Laufen, Gartenarbeit, Kommunalpolitik und Internet. (mic)

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