Gemeinde verkaufte 2011 insgesamt zehn Grundstücke – Noch Flächen für Mehrfamilienhäuser zu haben

Hasenstock lockt Bauwillige

Das Bauschild aus den Anfangsjahren ab 2000 ist längst überholt, hinter dem Schild die Freifläche, die für einen Supermarkt vorgesehen ist.

Fuldatal. Baustelle gucken, das findet Yari ganz toll. Der Einsatz schwerer Maschinen wie Bagger und Betonlaster fasziniert den eineinhalbjährigen Jungen.

„Ein Neubaugebiet ist mit Kind perfekt“, sagt Mutter Yvonne Siebrecht, die ihren Sohn auf dem Arm hält. Vor gut zwei Jahren zog sie mit ihrem Mann aus Kassel auf den Hasenstock nach Ihringshausen.

Dort gibt es seit geraumer Zeit für Yari und all die anderen Kinder viel zu sehen. Ein ums andere Haus entsteht auf der insgesamt 6,4 Hektar großen Fläche (etwa die Größe von neun Fußballfeldern) oberhalb des Schocketals. Ja, das vergangene Jahr sei richtig gut gewesen, sagt Antje Bolte, im Bauamt der Gemeinde unter anderem für die Vermarktung des Hasenstocks zuständig. Zehn Grundstücke wurden 2011 verkauft.

Jetzt gebe es nicht mehr viele freie Flächen, je nach Aufteilung seien 20 bis 25 Grundstücke noch zu haben. 72 seien inzwischen belegt, zu drei Viertel mit Einfamilienhäusern, sagt Bolte. Vielleicht liege es daran, dass der komplette Endausbau der Straßen, Bürgersteige und Pflaster im Sommer 2011 erfolgte. „Damit ist das Baugebiet attraktiver geworden.“ Vielleicht tragen auch die niedrigen Zinsen zur verstärkten Nachfrage bei.

Die hatte es auch zum Start der Vermarktung gegeben. Nachdem mit der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) im Jahr 1997 ein städtebaulicher Vertrag geschlossen worden war, begann der Grundstücksverkauf im Jahr 2000. Elf Flächen wurden damals veräußert, dann aber stockte es.

Erst als die Gemeindevertretung die Preise für die Grundstücke deutlich senkte, sei es wieder aufwärts gegangen, sagt die Rathausmitarbeiterin. 50 Euro wurden ab 2007 weniger pro Quadratmeter verlangt. Im günstigsten Fall kostete der Baugrund pro Quadratmeter 80 Euro, in bester Lage wurden 130 Euro verlangt.

Zwischenzeitlich hätten Bauherren relativ kleine Flächen ab 400 Quadratmeter verlangt. „Es wurde in die Höhe gebaut.“ Inzwischen werden laut Bolte auch wieder Flächen von 500 bis 600 Quadratmetern nachgefragt.

Verfügbar sind nur noch wenige Flächen für Reihen- oder Einfamilienhäuser. Das Gros sei jetzt dem Geschosswohnungsbau, also Mehrfamilienhäusern vorbehalten. Aber auch hier gebe es Interessenten. Am Eingang des Baugebiets ist ein Sondergebiet ausgewiesen. Auf 5100 Quadratmetern soll ein Supermarkt mit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Verhandlungen laufen, sagt Bolte.

Kontakt: Gemeinde Fuldatal, Antje Bolte, Telefon 05 61/9 81 81 62.

Von Michael Schräer

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