Nadelöhr zwischen Sandershäuser Straße und A 7-Anschluss wird beseitigt

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Abriss: Damit die Straße An der Autobahn in Heiligenrode verbreitert werden kann, muss das Einfamilienhaus schräg gegenüber dem Autohaus Ostmann weichen. Die früheren Eigentümer wurden entschädigt.

Niestetal. Viel Kraft musste der Bagger des Kasseler Abbruchunternehmens Mandt am Dienstagmorgen nicht aufwenden. Als der Greifer die Wand des Fertighauses an der Straße An der Autobahn berührte, stürzten Teile des Gebäudes wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Der Abriss des Fertighauses schräg gegenüber dem Autohaus Ostmann in Heiligenrode bildet den Auftakt für den letzten Bauabschnitt der Autobahn-Umleitung zwischen dem Gewerbegebiet Sandershäuser Berg und dem A 7-Anschluss Kassel-Nord. Spätestens 2014 muss die Umfahrungsmöglichkeit fertig sein. Denn dann steht die Sanierung der Hannoverschen Straße im Niestetaler Ortsteil Sandershausen an.

Mehrere Monate lang wird die neue Umleitungsstrecke dann ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen müssen. Es ist zugleich die Generalprobe für künftige Sperrungen der A 7 bei Unfällen und Bauarbeiten.

Der aus Staufenberg kommende Verkehr wird dann an der Nordwestanbindung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg am Servicecenter von SMA vorbei über die parallel zur A 7 verlaufende Hermann-Scheer-Straße zur Straße An der Autobahn und weiter zum Anschluss Kassel-Nord geleitet. Bislang sind der steile Streckenabschnitt in Heiligenrode und der Kreisel noch ein Nadelöhr. Rund 1,1 Millionen Euro wird die Gemeinde Niestetal nach Auskunft von Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) für den Umbau des Straßenabschnitts samt Kreisverkehr ausgeben. Nach dem Abschluss der Arbeiten, die im Frühjahr 2013 beginnen sollen, wird die Strecke laut Siebert nicht nur den zusätzlichen Verkehr fassen, sondern wegen eines neu angelegten Fußgänger- und Radwegs auch sicherer sein.

Zu diesem Zweck wird die Sandershäuser Straße zwischen dem Ende der Ausbaustrecke und der Einmündung zur Straße An der Autobahn ihr Gesicht verändern. Die Straße wird nach Norden in Richtung der Nieste verlegt und in einer Kurve in Richtung Kreisel geführt. Die Planung sieht laut Siebert vor, dass die Autofahrer auf diesem Weg - anders als heute - Vorfahrt haben. Um die Straße An der Autobahn verbreitern zu können, muss das Einfamilienhaus weichen, die Eigentümer wurden von der Gemeinde entschädigt. Zur Höhe der Entschädigung machte Siebert keine Angaben. Um die Anwohner vor den Belastungen durch den Verkehr zu schützen, wird auf der Ostseite der Straße zwischen der neuen Kurve der Sandershäuser Straße und dem Kreisel eine Lärmschutzwand errichtet. Der Kreisverkehr am westlichen Ortsrand von Heiligenrode wird aufgerüstet. Als sogenannter Turbo-Kreisel verfügt er künftig über zwei Fahrspuren.

Auf der äußeren Spur können Lastwagen dank neuer Verkehrsinseln, ohne warten zu müssen, an dem Kreisverkehr vorbei in Richtung Autobahn fahren.

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