Kasseler Architekturbüro  „Atelier 30“ stellte Pläne für Neubau vor

Entwurf für Bürgerhaus: Haus der vielen Möglichkeiten

So soll es aussehen: Aus drei Baukörpern wird das neue Bürgerhaus bestehen. Links wird der Schwerpunkt auf die Vereinsarbeit und kleinere Familienfeiern gelegt, im mittleren Teil hinten werden die zwei großen Bürgersäle mit Bühne untergebracht, rechts findet die Gastronomie ihren Platz. Der großzügige Innenhof soll das neue Zentrum nach außen zum Ort hin öffnen. Animationen: Atelier 30

Vellmar. Modern, in die Landschaft integriert, mit zur Straße offenem Innenhof und großzügig verglasten Außenseiten - so präsentiert sich der Entwurf für den Neubau des Bürgerhauses Obervellmar, der gestern im Rathaus vorgestellt wurde.

Die Architekten Thomas Fischer, Ole Creutzig und Robin Schüler von der Architekten GmbH „Atelier 30“ aus Kassel erläuterten den Entwurf. Ihr Büro hatte nach sechsmonatiger Findungsphase den Zuschlag für das 4,35 Millionen Euro teure Projekt bekommen.

Zentraler Treffpunkt

Angelegt als „zentraler Treffpunkt von Obervellmar“ (Fischer) ist das neue Bürgerhaus in drei Baukörper gegliedert, die durch ein gemeinsames Foyer verbunden werden. Die Gesamtfläche wird sich von 2560 auf rund 1700 Quadratmeter reduzieren.

Im linken Teil des Gebäudes, das mit einer aufgerauten Außenfläche, Holzelementen und Glasflächen aufgelockert ist, wird der Schwerpunkt für die Vereinsarbeit gesetzt. Küche, WC-Bereich und zwei Räume, die nochmals unterteilt werden können, bilden den Grundriss. Der Vorteil: Die Räume bieten bestuhlt mit 50 Personen auch Platz für kleinere Familienfeiern. Im Untergeschoss liegen Technik, Garderoben und Regieraum.

Im rechten Teil ist die Gastronomie samt dem Sanitärbereich untergebracht. In lauen Sommernächten sollen die Gäste im Innenhof – Stichwort „Bürgerplatz“ – sitzen und speisen, erläuterte Thomas Fischer von „Atelier 30“. Damit soll der neue Treffpunkt nach außen zum Ort geöffnet werden.

Das Zentrum des neuen Bürgerhauses ist der mit rund sieben Metern Höhe mittlere Komplex. Dort befinden sich die zwei Bürgersäle mit der Bühne, die bestuhlt 500 Besuchern Platz bieten. Ein schalldichter Raumteiler erlaubt es, im großen (350 Gäste) und kleinen (150 Besucher) Saal zwei Veranstaltungen gleichzeitig auszurichten.

In diesen Bereich sollen laut Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) die Kulturveranstaltungen gelegt werden, die früher in der Kulturhalle Niedervellmar stattgefunden haben. Damit ist ein Grundprinzip der Architekten angesprochen: Funktionalität mit vielfältiger Nutzung der drei Gebäude. Sie können laut Fischer gleichzeitig bespielt, aber separat genutzt werden. Energetischer Vorteil der drei Baukörper: Sie können auch separat geheizt werden. Erhalten bleiben die 75 Parkplätze, deren Fläche mit Bepflanzung aufgelockert werden soll.

Mit dem Abriss des alten, asbestverseuchten Gebäudes soll laut Volker Damm vom Vellmarer Bauamt im Juni/Juli begonnen werden, Ende 2014 soll das neue Bürgerhaus Obervellmar bezugsfertig sein.

Von Stefan Wewetzer 

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