Bürgermeisterkandidat Karsten Schreiber (CDU): Hobby-Handwerker lernte Menschenführung beim Bund

Zu Hause baut er alles selbst

Gartenidylle: CDU-Kandidat Karsten Schreiber auf dem selbst gebauten Steg des Holzdecks mit seiner Frau Christina und dem Kater Rocky. Foto: Schräer

Fuldatal. Karsten Schreiber ist Hobby-Handwerker – „mit Hang zu teurem Werkzeug“, wie er bekennt. Zupacken, selbst machen, das liegt dem 46-Jährigen, der Fuldatals nächster Bürgermeister werden will. Davon zeugen ein Holzdeck mit kleinem Steg am Zierteich hinter seinem Haus, eine Natursteinmauer und gepflasterte Wege im Garten.

Daher habe er von den Feuerwehrkameraden zum Abschied als Gemeindebrandinspektor Stichsäge und Akkuschrauber bekommen, sagt der gelernte Maschinenschlosser, der eine Werks- und Handelsvertretung betreibt.

Als weitere Fähigkeit hält sich der CDU-Mann zugute, Menschen führen zu können. Dies habe er bei der Bundeswehr gelernt. Nach einer Lehre bei Henschel in Kassel und dem Abitur an der Max-Eyth-Schule hatte Schreiber eigentlich Maschinenbau studieren wollen. Nur, „Ingenieure gab es damals wie Sand am Meer“. Aber der Ihringshäuser wollte mal raus. So verpflichtete er sich für vier Jahre, machte eine Ausbildung zum Pionieroffizier.

Die Zeit beim Bund sei eine „tolle Lebenserfahrung“ gewesen. Mit 23 Jahren habe er „hohe Verantwortung für Mensch und Material“ gehabt. Aufschluss darüber, wie er sich dabei geschlagen hat, gibt die letzte Beurteilung, die der Offizier erhielt. In Friedenszeiten sei er im Umgang mit den Kameraden viel zu lasch, heißt es. Im Einsatz könne er seine Soldaten aber zu Höchstleistungen anspornen.

Nach der Bundeswehrzeit 1990 habe er sich umorientiert. Er kehrte zurück nach Ihringshausen. An der ehemaligen Gesamthochschule in Kassel studierte er Architektur, arbeitete parallel bereits in der Werksvertretung seines Vaters. Und bekam es dort mit der Praxis am Bau zu tun.

So richtig glücklich ist Karsten Schreiber an der Hochschule nicht geworden. „Es war schwierig, ging überhaupt nicht voran“, erinnert er sich. Und die Aufgaben, die gestellt wurden, erschienen ihm als Spielerei. Keine Spielerei war es, als Student selbst sein Haus aus Klinker hinter dem seiner Eltern zu bauen.

Karsten Schreiber hat früher Tennis gespielt, beim BUND Molche umgesetzt und nach einem USA-Besuch den Herkules Baseball Club Fuldatal mitbegründet. „Wenn man die Regeln kennt, ist es wie Schach“, sagt er. Er habe viel ausprobiert, geblieben sei immer die Feuerwehr.

Als Leiter der Fuldataler Wehr sei er erstmals mit den Parteien in Kontakt gekommen. Die CDU habe ihn dann gefragt, ob er auch Kommunalpolitik machen wolle. Ehe er Mitglied wurde, kandidierte er zunächst für das Parlament als Parteiloser. Jetzt trete er mit der Überzeugung an, „dass in Fuldatal vieles besser gehen könnte“. Würde er gewählt, will CDU-Mann Karsten Schreiber für seine Vorschläge Mehrheiten im Parlament organisieren. ARTIKEL OBEN

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