Lohfelden kann Etat 2012 wohl ausgleichen

Haushalt doch mit schwarzen Zahlen

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden kann ihren Haushalt im laufenden Jahr nun doch ausgleichen. Das teilte Bürgermeister Michael Reuter (SPD) den Gemeindevertretern in deren jüngster Sitzung mit.

Bei der Vorstellung des Zahlenwerks im Dezember 2011 war man noch von einem Defizit von 400 000 Euro ausgegangen.

Vor allem durch Grundstücksverkäufe und Ausgleichzahlungen der Stadt Kassel aus einer Grenzänderung fließen der Gemeinde 430 000 Euro zusätzlich zu, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD). Der Ergebnishaushalt schließt damit mit einem leichten Plus von 23 000 Euro ab.

Sprecher aller Fraktionen äußerten sich erleichtert über den ausgeglichenen Haushalt 2012. „Viele Kommunen werden uns beneiden, dass wir jetzt ohne die Kommunalaufsicht im Rücken agieren können“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Thiele. Trotzdem dürfe man „die begonnene Konsolidierung nicht aus dem Auge verlieren“.

Die CDU appellierte an den Sparwillen der Gemeinde. Lohfelden leiste sich seit vielen Jahren Verlustbringer, die drei Gaststätten und der leer stehende Nahkauf müssten abgestoßen werden, sagte Rudolf Paul (CDU). Das Defizit der Sozialstation von 30 000 Euro war der Fraktionsvorsitzenden Birgit Kaiser-Wirz ein Dorn im Auge. Auch die Betriebskosten für das Nordhessenstadion in Höhe von 53 000 Euro (Gas, Strom und Reinigung) müssten gesenkt werden.

„Der erforderliche Einsparwille ist nicht zu erkennen“, sagte Walter Roth von den Unabhängigen (U2L). Den Umbau des Rathaus-Vorplatzes (130 000 Euro) müsse man genauso zurückstellen wie die Übernahme des Tennis-Heims, die Gemeinde mit über 100 000 Euro belastet.

Lohfelden werfe das Geld nicht zum Fenster hinaus, entgegnete Grünen-Sprecherin Miriam Würth-Kresevljak. Die Investition etwa in den neuen Feuerwehrstützpunkt sei richtig. Um die hochgesteckten ökologischen Ziele der Gemeinde zu erreichen, müsse man das Thema Straßenbahn neu angehen. Sie regte außerdem die Errichtung eines Radwanderwegs von Lohfelden nach Kaufungen an.

Insgesamt zehn Änderungsanträge brachten die Fraktionen ein. Sie werden nun in den Ausschüssen diskutiert. Im März soll der Gemeindehaushalt 2012 dann nochmal diskutiert und beschlossen werden. (hog)

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