TSV Heiligenrode eröffnet neues Trialgelände

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Konzentriert: Bevor Celina Römmelt (13) über die Holzpaletten springt, überlegt sie sich jeden Schritt sehr genau. Im Hintergrund sieht man das neue Trialgelände.

Niestetal. Eine neue Trendsportart wird immer beliebter: Trial. Der TSV Heiligenrode eröffnet Samstag ein Fahrrad-Trialgelände in Niestetal.

Konzentriert schaut Paul auf den gegenüberliegenden Steinbrocken, stützt sich mit beiden Händen fest auf dem Lenker ab und hüpft dabei auf dem Hinterrad. Jetzt gilt es, die Balance zu halten und den besten Absprungpunkt zu finden. Der 13-jährige Paul Höfs testete jetzt mit seinen Vereinskollegen von der Radsportabteilung des TSV Heiligenrode das neue Fahrrad-Trialgelände in Niestetal.

Am Samstag, 24. Mai, eröffnet der Verein die Anlage in der Karl-Marx-Straße (direkt am Schulhof der Wilhelm-Leuschner-Schule) mit einer Bezirksmeisterschaft und weiteren Aktionen rund um den Trialsport. Los geht’s um 11 Uhr.

Aufgetürmte Holzpaletten

Innerhalb eines Jahres ist auf rund 800 Quadratmetern eine Heimat für Trialfahrer entstanden: 40 aufgetürmte Holzpaletten, zwei große Betonröhren und umgelegte Baumstämme warten darauf, von den Sportlern bewältigt zu werden. In der Mitte der Anlage ragen außerdem riesige orangefarbene Felsbrocken gen Himmel, die sich selbst zu Fuß nur mit Mühe erklimmen lassen.

„Die stammen von der Baustelle an der Anschlussstelle zur A49“, erklärte der Leiter der Radsportabteilung und zweifache Deutsche Meister im Trialfahren, Wolfgang Wenzel. „Wir haben die Steine geschenkt bekommen, aber mussten die Abholung organisieren.“ Mit acht Lkw-Ladungen brachte der Verein in Kooperation mit der Gemeinde Niestetal die riesigen Brocken auf die Anlage. Da diese unmittelbar an das benachbarte Schulgelände angrenzt, ließ die Gemeinde die Trialstrecke außerdem komplett einzäunen, um zu verhindern, dass sich spielende Kinder auf der Anlage verletzen.

„Es sieht gefährlich aus“

Die Trialfahrer selbst schützen sich mit einem Helm, dick gepolsterten Schienbeinschonern und Handschuhen vor Blessuren - ernste Stürze und Wunden seien aber ohnehin sehr selten, weiß Pauls Mutter Bettina, die ihren Sohn beim Trainieren auf der neuen Strecke beobachtete. „Es sieht wirklich sehr gefährlich aus, aber durch die geringe Geschwindigkeit können die Fahrer Stürze sehr gut kontrollieren“, erklärte sie. Denn beim Trialfahren gehe es nicht wie bei den meisten anderen Radsportarten um einen Geschwindigkeitsrausch, sondern vielmehr um Körperbeherrschung und Konzentration, weiß Wenzel, der bereits an fünf Weltmeisterschaften teilgenommen hat.

Auch die 13-jährige Celina Römmelt hüpfte gekonnt über die aufgestapelten Holzpaletten. „Die Strecke ist super, weil es ganz viele neue Herausforderungen gibt“, sagte die Schülerin. Besonders die unebenen Steine seien schwer zu bewältigen.

„Das ist ganz anders, als in der Halle zu trainieren.“ Am heutigen Samstag können sich alle interessierten Fahrer vom Gelände überzeugen. Trial-Neulinge können sich ebenfalls an einem Parcours versuchen.

Von Carolin Hartung

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