Interessenten, aber noch kein Käufer für Rotte Breite

Heim erneut angeboten

Seit Ende vergangenen Jahres geschlossen: Das Freizeitheim Rotte Breite bei Nieste steht zum Verkauf. Archivfoto: Stier

Nieste. Die Einschätzung war wohl etwas zu optimistisch. Die Verhandlungen über den Verkauf des früheren Freizeitheims Rotte Breite bei Nieste seien weit gediehen, hieß es Mitte Mai aus dem Kreishaus. Doch zu einem Abschluss mit einem der beiden verbliebenen Interessenten für das unweit der Jugendburg Sensenstein gelegene Areal ist es bislang nicht gekommen.

Aus diesem Grund hat der Kreis seine Vermarktungsbemühungen noch einmal forciert. Wie Verwaltungssprecherin Ute Jäger auf HNA-Anfrage erklärte, wurden Mitte Juni noch einmal Anzeigen in Zeitungen im Ruhrgebiet und im Raum Leipzig geschaltet, um das in die Jahre gekommene Objekt an den Mann zu bringen. „Es haben sich daraufhin weitere Interessenten gemeldet“, sagte Jäger, „sie werden die Einrichtung nun besuchen.“

Der Verwaltung sei es darum gegangen, den Kreis potenzieller Käufer zu erweitern. Die beiden Interessenten, die nach der ersten Ausschreibung des Freizeitheims übrig geblieben waren, seien weiterhin im Rennen.

Dass man bei der Rotte Breite schnell zu einem Abschluss kommt, glaubt man bei der Kreisverwaltung trotz der neuen potenziellen Käufer nicht. „Bei einem solchen Verfahren ist ein Jahr gar nichts“, so die Sprecherin.

Der Landkreis verlangt 350 000 Euro für das Grundstück, auf dem mehrere Gebäude stehen. Das Pächter-Ehepaar hatte seinen Vertrag, der bis Ende 2011 lief, nicht verlängert. Im März diesses Jahres hatte sich Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD) mit einer Idee für die künftige Nutzung des Areals zu Wort gemeldet. Er schlug vor, auf dem Gelände ein Hotel zu errichten, um das Unterbringungsproblem in Nieste zu lösen. Seit die Ausflugsgaststätte Königsalm ihren Betrieb aufgenommen hat, kommen immer häufiger Touristen mit Bussen nach Nieste. Sie werden mangels ausreichendem Bettenangebot bislang unter anderem in Kassel und Söhrewald untergebracht.

Königsalm-Betreiber Hartmut Apel hatte seinerzeit allerdings abgewinkt. Er wolle kein Hotel bauen.

Von Peter Ketteritzsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.