Musik, Humor, Geschenke: 160 Gäste feierten 100-jähriges Bestehen des Tuspo

Heimat für jede Generation

Dank für mehr als ein halbes Jahrhundert ehrenamtliche Vereinsarbeit: Achim Gerland (von links) strich die Leistung von Ernst Bohl und seiner Frau Helga heraus. Auch Gerlands Stellvertreter Matthias Umbach gratuliertte den Ehepaar. Foto:s  Dilling

Baunatal. Jazzige Rhythmen der Swing Band der Musikschule Baunatal, viel Lob, nostalgische Bilder aus dem Vereinsleben sowie eine Prise Humor: So feierte der Tuspo Rengershausen am Wochenende in der Waldsporthalle mit 160 Gästen sein 100-jähriges Bestehen.

Bewährtes erhalten, für Neues offen sein und sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen. Auf diese Weise beschrieb Achim Gerland, Tuspo-Vorsitzender, die Marschrichtung des 1100 Mitglieder zählenden Vereins. Man biete dabei jeder Generation etwas an. Ein „wachsender Schwerpunkt“ sei klar der Gesundheitsport und die Fitness-Angebote für ältere Menschen. Erfreulich sei die steigende Zahl der Kinder im Verein, meinte Gerland. 230 Tuspo-Mitglieder sind unter 18 Jahre.

Vereinsleben bedeutet mehr als Sporttreiben. Auch das wurde in den Reden während des Festakts deutlich. Gerland sprach von „sozialem Miteinander“. Der Tuspo Rengershausen glänze mit guter Jugendarbeit und biete seinen Mitgliedern „ein Stück Heimat“, sagte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Der Verwaltungschef weiß, wovon er spricht. Er hat bei dem Rengershäuser Verein schon mal Tennis gespielt, im Tischtennis als Spieler ausgeholfen. Noch jetzt spiele er dort gern Fußball, sagte Schaub, der dem Verein die silberne Ehrenplakette des Landes Hessen mitbrachte.

Der Tuspo habe nach dem Zweiten Weltkrieg „Erfolgsgeschichte“ geschrieben, sagte der Kreisbeigeordnete Otto Nüdling (SPD). Dazu gehöre auch der Ausbau der Freizeit- und Gesundheitsangebote. Das sei wichtig, denn die Begeisterung für den traditionellen Leistungssport hält sich in Grenzen“, sagte Nüdling.

Einen Motivationsschub der besonderen Art gab später der rheinland-pfälzische Humorist Franz-Joseph Euteneuer dem Jubiläumsverein. Im Tuspo werde jedem soziale Kompetenz für wenig Geld vermittelt. Das ehrenamtliche Engagement funktioniere in Rengershausen besser als in seiner Heimat, wo man gern über die Vereinsarbeit mosere.

Doch auch beim Tuspo gibt es wohl Ämter, um die sich die Mitglieder nicht gerade drängeln. Ernst Bohl (74), Urgestein des Vereins und Jahrzehnte tragende Säule im Tischtennissport, sprach das Publikum direkt an. Es werde doch nun wirklich Zeit, dass sich ein Mitglied für das Amt des Kassenwarts finde. Das hat er nach eigenen Worten offziell schon niedergelegt.

Fortsetzung der Jubiläumsfeiern am 18. Mai und 10. Juni mit Präsentationen der Fußballabteilung,

Von Peter Dilling

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