Heute wird Anna Katharina Krüger 100 Jahre alt

Die Heimat Vellmar nie ganz verlassen

Wurde 1910 geboren: Jubilarin Anna Katharina Krüger (rechts) feiert ihren 100. Geburtstag. Sohn Walter Krüger und seine Frau Hannelore freuen sich mit ihr. Foto: Lemke

Vellmar. Vor 100 Jahren wurde Anna Katharina Krüger, damals noch Riehmenschneider, in Niedervellmar geboren. Sie kam im Haus ihrer Eltern zur Welt. Seither hat die Jubilarin Vellmar nie ganz verlassen.

„Lediglich im Krieg arbeitete sie in Kassel als Haushaltshilfe“, erinnert sich ihr Sohn Walter Krüger heute für sie. Denn Anna Katharina Krüger ist mittlerweile dement und lebt in der Seniorenwohnanlage Habichtswald.

Anna Katharina Krüger besuchte die Volksschule Niedervellmar, dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann Johannes Krüger kennen. Die beiden gingen gern tanzen und so wurde aus einer Schulbekanntschaft schnell mehr. Geheiratet wurde im November 1934.

Im Jahr 1937 erblickte dann der erste Sohn, Heinz Krüger, das Licht der Welt, sein Bruder Walter folgte vier Jahre später. Besonders traurig war es für die heute Hundertjährige, als sie erfuhr, dass ihr Mann Johannes nach Ende des Krieges als vermisst galt.

Sie arbeitete weiterhin als Haushaltshilfe und pflegte regen Kontakt zu anderen Witwen, deren Männer das gleiche Schicksal erlitten hatten. „Mittwochs war immer ein fester Tag, an dem sich die Damen zum Singen und Unterhalten trafen“, weiß Walter Krügers Ehefrau Hannelore. „Das war ihr immer sehr wichtig.“

Einen großen Garten bewirtschaftete die Jubilarin lange Zeit. „Wir Jungen durften graben, und sie säte und erntete“, erinnert sich Walter Krüger lächelnd. Auch bei den Reisen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte sie viel Freude und kam weit herum. Doch ihr Herz hing immer an ihrer nordhessischen Heimat.

An ihrem Ehrentag gehören auch vier Enkelkinder und vier Urenkel zu den Gratulanten. Gefeiert wird aber nur im kleinen Kreis in der Seniorenwohnanlage bei Kaffee und Kuchen. (pls)

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