Heimatfest in Elgershausen: Scheichs mögen lieber Bier als Öl

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Scheichs ohne Öl: Die Mitglieder des Vereins Fibak (Bild) holten den Nahen Osten nach Elgershausen. Auf ihrem Festwagen hatten sie einen Brunnen, der leider nur Wasser statt Erdöl spendete. Vom Biervorrat der Scheichs profitierten auch die Schaulustigen.

Schauenburg. Die Benzinpreise sind in Elgershausen viel zu hoch. Da muss man etwas gegen tun, zumindest symbolisch.

Die Mitglieder des Elgershäuser Benefiz- und Freizeitvereins Fibak haben das beim Festumzug des Schützen- und Heimatfests am Sonntag in die Tat umgesetzt. Als Scheichs und Haremsdamen führten sie einen Brunnen mit. Aus dem kam allerdings kein Erdöl sondern nur Wasser.

Schützen- und Heimatfest Elgershausen

Doch Elgershäuser Scheichs mögen ohnehin lieber Bier. Und davon hatten die Fibak-Leute genug Vorrat, von dem sie auch die vielen Schaulustigen an den Straßen kosten ließen. Der Festumzug der Leichenbrüderschaft war wieder traditionell der Höhepunkt der dreitägigen Pfingstparty. 33 Wagen und Gruppen begeisterten die Schaulustigen mit ihren grellen Verkleidungen und einem schier unerschöpflichen Vorrat an Kamelle, Popcorn oder Süßigkeiten, die sie in die Menge warfen.

Schräge Auftritte zeigten vor allem die „Bachjungs“ und die Schnuddelecke von der Bahnhofstraße mit starken Männern wie Spider- oder Superman, die die Welt verbessern wollen und einer bunt zusammengewürfelten, schrill kostümierten Gruppe, die wie eine als Persiflage auf den modernen Musikmarkt aussah.

Die Mitglieder der TSG Elgershausen bewiesen, dass sie gut für die Kasseler documenta gerüstet sind. Die Elgershäuser Ringer verteilten viele blaue Luftballons, die „Spechte“ der Waldjugend praktische und umweltgerechte grüne Tragetaschen.

Am Samstagabend war die dreitägige Dauerparty der Leichenbrüderschaft im Festzelt erst schleppend angelaufen. Junge Leute gehen wohl immer später abends auf die Piste. . Erst bei Dunkelheit strömten die Feiernden herein und bald ging zu heißen Disco-Rhythmen die Post ab.

Johannes Heese, Tim Heidelberger, Martin Weber und Marius Brede gehörten zu den wenigen, die schon um neun Uhr am Eingang zum Festplatz standen. „Letztes Jahr haben wir keinen Platz am Tisch mehr bekommen“, sagte Heese.

Von Peter Dilling

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