60 Wanderer nahmen an Exkursion zum Stellberg teil – Archäologe lieferte Infos

Heimatkunde im Wald

Großes Interesse: 60 Wanderer wanderten durch die Söhre und lauschten dem Vortrag des Bezirksarchäologen Klaus Sippel über die Besiedlung der Region im Mittelalter. Foto:  Rolwes

Söhrewald/Lohfelden. Eine Lektion „verschärfter Heimatkunde“ mit dem Bezirksarchäologen Dr. Klaus Sippel gab es am Wochenende auf dem 476 Meter hoch gelegenen Stellberger Triesch inmitten der Söhre.

Die Geschichtswerkstatt Lohfelden und der Geschichtskreis Söhrewald hatten zu der Exkursion eingeladen. Bei herrlichem Herbstwetter waren 60 geschichtlich Interessierte per Sternwanderung dem Ruf gefolgt.

Auch die Bürgermeister von Lohfelden und Söhrewald, Michael Reuter und Michael Steisel, Gemeindepfarrer Werner Pausch (Wellerode) und Revierförster Joachim Schramm (Hessen Forst) nahmen teil.

Der frühmittelalterliche Dorfplatz Stelberg, der im Jahre 1155 in einer Urkunde des Klosters Breitenau erstmals erwähnt wurde, konnte 1990 durch zahlreiche Scherbenfunde nachgewiesen werden. Wenig später entdeckte man auch die Reste der dazugehörigen Kapelle, auf die seit einiger Zeit eine Infotafel hinweist. Sippel nahm mit seinem spannenden Vortrag im Grünen über die Entstehung, den Alltag und das Ende einer solchen Siedlung die Wanderer auf eine Zeitreise mit.

Im Innenraum der Kirchenruine gab es zum Schluss noch besinnliche Gedanken von Pfarrer Pausch. Die Andacht wurde vom Posaunenchor Wellerode unter Leitung von Gerhard Jäckel mit Chorälen untermalt.

Der informative Nachmittag lieferte viele neue Erkenntnissen über die Söhre, so lautete das übereinstimmende Resümee der zufriedenen Besucher. (pro)

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