Ahnatal, Espenau und Vellmar

Heinz Strohmenger ist seit einem Jahr Schutzmann vor Ort

Mit halber Stelle: Heinz Stohmenger ist schutzmann vor Ort und Ermittler im Vellmarer Polizeirevier. Foto: Brandau

Vellmar. Vor zwölf Monaten stellte Polizeidirektor Uwe Papenfuß Heinz Strohmenger als neuen Schutzmann vor Ort vor. Seine Zuständigkeit erstreckt sich über die Gemeinden Vellmar, Espenau und Ahnatal.

Aufgabe des Polizisten ist es, Ansprechpartner der Menschen für polizeiliche Belange zu sein und präventiv im Bereich der Jugend- und Vereinsarbeit zu wirken.

„Seit einem Jahr bin ich mit einer halben Stelle als Schutzmann vor Ort tätig“, erklärt Heinz Strohmenger. „Ich bin zufrieden, denn in dieser Zeit konnte ich meine Arbeit, so wie ich sie mir vorstelle, im kompletten Rahmen ausfüllen. Und auch der Kontakt zu den jeweiligen Ordnungsämtern, mit denen ich sehr eng zusammen arbeite, ist gut“, bestätigt der 45-jährige.

Regelmäßige Sprechstunden seien für Vellmar wegen der Nähe des Polizeireviers Nord nicht notwendig. Lediglich in Ahnatal gebe es jeden 1. Dienstag im Monat von 13.30 bis 15.30 Uhr im Rathaus Weimar eine Sprechstunde.

„Ich bin einer von vielen Beamten im Vellmarer Revier, aber derjenige, dessen Namen als Ansprechpartner publik gemacht wird. Viele Menschen haben mich kontaktiert, meist erst telefonisch, später auch persönlich. Wir haben ihre Situation besprochen, Lösungen erarbeitet und dann umgesetzt“, berichtet Strohmenger.

Auch im öffentlichen Leben habe es hier und da Probleme gegeben. Diese seien jedoch in Bürgergesprächen oder in Zusammenarbeit mit Ordnungsämtern oder Jugendsozialarbeitern in soweit beseitigt worden, das Situationen, die möglicherweise zu Störungen geführt hätten, vermieden wurden.

Dabei hätten Jugendliche keine herausragende Rolle gespielt. Es habe Probleme mit Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen gegeben. Eigentlich banale Dinge, wie Rasenmähen zu ungünstigen Zeiten, nicht angeleinte Hunde oder vermeintlich schlecht geparkte Autos.

Konkreter wollte Strohmenger allerdings nicht werden. „Wir wollen versuchen, für die Bürger da zu sein, ihnen zu helfen und Probleme zu erkennen. Jede nicht eingetretene Schädigung ist ein Erfolg“, betont der Ordnungshüter. Erfolge, die allerdings nicht messbar seien.

Gern würde Strohmenger noch intensiveren Kontakt zu den Menschen haben, doch die zweite Hälfte seiner Stelle besteht aus Ermittlungsarbeit im Revier.

„Ich finde, dass die Polizei vielmehr präsent sein müsste, damit die Menschen wieder Vertrauen aufbauen können. Bei einem Schutzmann vor Ort, gehe ich davon aus, dass der auch vor Ort ist und sich in der Öffentlichkeit sehen lässt“, meint Renate Schroth (72) aus Vellmar. Wenn dieser Schutzmann öfter auf dem Vellmarer Rathausplatz anzutreffen wäre, dann bekämen die Bürger auch wieder ein Gefühl der Sicherheit.

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