Mit 91 Jahren bei Blutspendeterminen engagiert

Else Hofmann engagiert sich seit 70 Jahren für Andere

Ehrenmitglied: Seit sieben Jahrzehnten engagiert sich Else Hofmann aus Großenritte im Deutschen Roten Kreuz. Foto: nh

Baunatal. DRK – aus Liebe zum Menschen, so steht es im Logo des Deutschen Roten Kreuzes. Nach Meinung der Ortsvereinigung Baunatal lebt Else Hofmann dieses Motto schon seit sieben Jahrzehnten. So lange nämlich gehört die 91 Jahre alte Großenritterin der Organisation bereits an und ist immer noch aktiv.

Dafür gab es nun eine weitere Ehrung.

Seit 1942 zählt Else Hofmann zu den Rotkreuzlern, heute ist sie Ehrenmitglied. Ihren jüngsten Einsatz hatte sie am vergangenen Wochenende bei einem Blutspendetermin in der Baunataler Erich-Kästner-Schule.

70 Jahre – ein Jubiläum. Deshalb überreichte Karl-Heinz Gunkel, Vorsitzender der Ortsvereinigung, der 91-Jährigen in einer kleinen Feierstunde im Namen von Bundes- und Landesverband Urkunden und die Ehrennadel in Gold des DRK. Eine weitere hohe Auszeichnung, von denen Else Hofmann schon einige hat. Bereitschaftsleiter Bernd Bartelmei, seine Stellvertreterin Christiane Räbiger und Klaus Leinen, Ehrenvorsitzender der Ortsvereinigung, gratulierten mit Blumen und einem Präsent.

Ihre ersten Einsätze leistete Hofmann zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Ausgebildet in der DRK-Sanitätskolonne Großenritte und im Kasseler Marienkrankenhaus, betreute sie danach Truppen- und Verletztentransporte im Kasseler Hauptbahnhof.

In den 50er-Jahren begleitete Hofmann Seniorenfahrten, sie war über Jahrzente bei Seniorennachmittagen des Landkreises auf dem Sensenstein im Einsatz. Auch ans Essenkochen bei einem Weltkirchentag in Berlin erinnert sich die alte Dame gern.

Sanitätsdienste, Verpflegungseinsätze, beispielsweise beim früheren Baunataler Volksfest, und bis heute Teilnahme an Blutspendeterminen des DRK „sind ihr Lebenselixier“, so fasst Klaus Leinen das Engagement Hofmanns in einer Pressemitteilung zusammen.

Vor einigen Jahren erzählte die Großenritterin unserer Zeitung, wie hart die Zeiten im Krieg nicht nur wegen des Elends waren, das die Rotkreuz-Helferinnen bei der Betreuung von Soldaten sahen. Else Hofmann arbeitete damals in einer Kasseler Gärtnerei. Mit den DRK-Aufgaben waren es dann manchmal 24 Stunden Einsatz am Stück. Auch war Hofmann wie andere Rotkreuzler mit der Sammelbüchse für das Winterhilfswerk unterwegs. (ing)

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