Mitgliederschwund beim Roten Kreuz im Landkreis

Gemeinsam stark: Bei einer gemeinsamen 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren Rothwesten und Simmershausen sowie des Jugendrotkreuzes Simmershausen auf Gut Winterbüren entstand unser Foto vom Sommer 2011. Archivfoto: nh

Kreis Kassel. Die Menschen für die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes zu begeistern und neue Mitglieder zu werben - das ist eine der wichtigsten Aufgaben, denen sich der DRK-Kreisverband Kassel Land künftig stellen muss.

Deutlich wurde das während der Kreisversammlung, die am Freitag im FuldatalerForum in Ihringshausen stattfand.

Existenzielles Problem

„Es ist überall das gleiche Problem. Die Mitgliederzahlen gehen zurück“, sagte Kreisvorsitzende Brigitte Wettengel und fügte hinzu: „Das ist existenziell für uns. Es muss uns darum gehen, neue Mitglieder zu werben“. Deutlich wird das insbesondere bei den Fördermitgliedern: Derzeit zählt der Kreisverband 4300 Mitglieder, laut Wettengel waren es schon über 6000. Damit einhergehend betonte Wettengel, wie wichtig die Jugendarbeit für das DRK ist. „Das ist ein unabdingbarer Bestandteil“. Ortsgruppen, die bisher keine Jugendarbeit anböten, müssten große Anstrengungen unternehmen, um das zu ändern. Derzeit haben die Jugendrotkreuz-Gruppen im Kreisverband 140 Mitglieder. Eine wichtige Veranstaltung war im vergangenen Jahr die Organisation des JRK-Landeswettbewerbs. Erfolgreich sind auch die Notfalldarsteller, die 2011 über 1800 Arbeitsstunden geleistet haben.

Fleißig waren auch die 282 Aktiven der 14 Ortsvereinigungen des Kreisverbandes Kassel-Land. Wie Bereitschaftsleiter Carsten Nottbohm berichtete, leisteten sie über 48 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Unterstützt wurden sie dabei von 33 freien Mitarbeitern und sieben Anwärtern. 90 Blutspendetermine wurden angeboten, zu denen 6500 Spender kamen, knapp 600 weniger als im Jahr zuvor. Bei 550 Sanitätsdiensten waren die freiwilligen Helfer im Einsatz, zudem haben sie insgesamt 85 Tonnen Altkleider zusammengetragen, mit Hilfe der Kleidersammlung, Sammelcontainern und abgegebener Kleidung. Erfolgreich ist der DRK-Kreisverband auch beim Sammeln von Spenden. Wie der stellvertretenden Vorsitzende Dieter Michel berichtete, steigen die Beträge seit Jahren kontinuierlich an. 2011 betrug das Spendenaufkommen knapp 26 500 Euro.

Über die Arbeit des DRK-Rettungsdienstes Kassel gGmbH und der DRK-Sozialdienste Kassel gGmbH berichtete deren Geschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand unter anderem die erfolgreiche Arbeit der neuen Rettungswache in Vellmar. Das Budget des DRK-Rettungsdienstes Kassel beträgt für das laufende Jahr knapp fünf Millionen Euro. Neben den Berichten stand auch eine Wahl auf der Tagesordnung. Edgar Donath wurde zum neuen Justiziar des Kreisverbandes gewählt. Er übernimmt damit die Aufgabe von Werner Güldenpfennig, der sein Ehrenamt aufgegeben hatte.

Ein wichtiges Thema in diesem Jahr ist das neue Kreisgebäude in Simmershausen, welches die Gemeinde Fuldatal dem Kreisverband überlassen hat.

Zusätzlich unterstützt die Gemeinde die notwendige Sanierung des Gebäudes in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 25 000 Euro.

Von Meike Schilling

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