Nach 15 Jahren steigt er ab

Helmuth Persch geht als Vorsitzender des Radsportclubs (RSC) Weimar-Ahnatal

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Unterstützte den Bau der BMX-Arena: Nach 15 Jahren als 1. Vorsitzender trat Helmuth Persch zurück. In der Hand hält er den Landesehrenbrief, den er 2012 verliehen bekam.

Ahnatal. „John F. Kennedy hat zu den Berlinern gesagt: Ich bin ein Berliner. Und ich sage euch: Ich bin ein RSCler.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Helmuth Persch als 1. Vorsitzender des Radsportclubs (RSC) Weimar-Ahnatal vor 90 Mitgliedern, die sich anlässlich der Jahreshauptversammlung des RSC im Bürgersaal eingefunden hatten.

Nach 15 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit ist Schluss für den 77-Jährigen, der aus alters- und gesundheitlichen Gründen für das Amt nicht mehr kandidierte.

Sollte er gebraucht werden, stehe er weiter mit Rat und Tat zur Verfügung, versprach Persch.

Seit 1999 hatte Persch die Geschicke des mittlerweile drittgrößten Ahnataler Vereins geführt. Sein Motto lautete dabei stets, neue Mitglieder zu gewinnen. Dies gelang ihm auf eine besondere Art und Weise. In 15 Jahren verdoppelte er die Zahl der RSC-Mitglieder: von 163 im Jahr 1999 auf heute 354. Zu keinem Zeitpunkt gab es einen Mitgliedereinbruch, jedes Jahr stießen neue Mitglieder dazu.

Vor 40 Jahren wurde Persch Mitglied des damals mit 97 Mitgliedern noch recht kleinen Vereins, der nur Wanderfahren und Kunstradfahren als Sparten führte. Persch, der durch den Vertrieb von Winora-Rädern auch beruflich mit dem Radsport zu tun hatte, war rund 30 Jahre lang begeisterter Wanderradfahrer, ehe er vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen die Radschuhe an den Nagel hing.

Als er 1999 in den Ruhestand ging, suchte er als 1. Vorsitzender des RSC eine neue Aufgabe und war so maßgeblich am größten Erfolg der Vereinsgeschichte beteiligt: Dem Bau der BMX-Arena Ahnatal, einer der modernsten Bahnen Europas. Als ihn BMX-Fachwart Carsten Rövenstrunk mit der Idee konfrontierte, antwortete Persch schlicht: „Mach mal.“ „Es war immer meine Devise, nach vorne zu gucken und Sachen zu wagen. Solange wir nicht negativ wirtschafteten, waren mir neue Ideen immer willkommen“, so der dreifache Großvater. Zweifel an dem Projekt habe er nie gehabt. Dass die Bahn ein so großer Erfolg wird, habe er sich aber ebenfalls nicht vorstellen können.

Umso mehr freut sich Helmuth Persch, der 2012 mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurde, nun darauf, sich Wettkämpfe der Kunstradfahrer und BMX-Sportler künftig in Ruhe anschauen zu können. Und auch ein wenig stolz blickt er auf die vergangenen Jahre zurück: „Es war immer viel Arbeit, aber ich habe es mit Schmackes gemacht, und es hat sich gelohnt.“

Von Tobias Kisling

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