A44: Anschlussstelle Helsa-Ost wird jetzt gebaut

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A 44-Anschlussstelle Helsa-Ost: In den Hang des Stiftswalds wird die Auf- und Abfahrt Helsa-Ost gebaut. Zu sehen sind bereits die runde Stützwand (Bildmitte) und eine Brücke (ganz rechts). Ganz links ist die B  7 zu sehen, wo der Verkehr jetzt noch rollt.

Helsa. Noch vier Jahre, bis 2018, wird es dauern, bis das 5,9 Kilometer lange Autobahnteilstück der A44 bei Helsa fertig sein wird. Doch für alle, die auf der B7 fahren, sind die umfangreichen Arbeiten nicht zu übersehen.

An mehreren Stellen befinden sich große Baustellen: Bei der B7-Waldhof-Kurve werden die beiden Röhren für den Tunnel Hirschhagen gegraben; beim Bahnhof Eschenstruth muss das Grundwasser zur Untertunnelung der Losse abgesenkt werden; und bei Helsa entsteht die Anschlussstelle Helsa-Ost.

Für die Auf- und Abfahrt, die nur Richtung Osten führen wird, wird eine Betonbrücke und eine gebogene Stützwand gebaut. Teile davon sind bereits sichtbar.

Im Anschluss daran wird der steile Hang des Stiftswalds mit schweren Baggern so modelliert, dass hier die beiden Fahrbahnen mit jeweils zwei Spuren plus Standstreifen zum Tunnel Hirschhagen geführt werden können. Direkt neben der parallel verlaufenden B 7 wurde dazu Erde aus dem Tunnel Hirschhagen für einen Steilwall aufgeschüttet, die dreispurige B 7 wurde dadurch auf zwei Fahrbahnen reduziert.

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Für den Tunnel Hirschhagen haben sich die Arbeiter von Helsaer Seite bereits weit in den Berg vorgearbeitet. Die Nordröhre ist jetzt 500 Meter lang, der Vortrieb in dieser Röhre kann nach Angaben der Verkehrsbehörde Hessen Mobil größtenteils mit Baggern bewältigt werden. In der Südröhre ist das Gestein härter, daher wird die Felswand immer wieder durch Sprengungen gelockert. 380 Meter weit ist man hier bisher vorangekommen. Der Tunnelvortrieb nähert sich jetzt langsam der Losse, die unweit des Bahnhofs Eschenstruth unterquert wird.

Um ein Durchsickern des Flusswassers in den Tunnel zu verhindern, wird die Losseaue entwässert. Dazu wurden ein großer Entwässerungsschacht mit einem Durchmesser von sechs Meter gegraben und zahlreiche Bohrungen bis zu 55 Meter tief in den Boden getrieben. Sie sollen das Absenken des Grundwassers bewirken. Die Losse selbst wurde auf einer Länge von 80 Meter mit einer Kunststofffolie ausgekleidet.

Die Gesamtkosten für den 5,9 Kilometer langen Autobahnabschnitt belaufen sich auf 250 Millionen Euro. Um die Anwohner vor dem Verkehrslärm zu schützen, wird bei Waldhof ein Schutzwall errichtet, außerdem soll ein lärmmindernder Straßenbelag den Lärm um zwei dB(A) reduzieren. Die Verkehrsprognose für das Jahr 2020 geht von 37.800 Fahrzeugen pro Tag aus.

Von Holger Schindler

A44: Baustelle Anschlussstelle Helsa-Ost

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