Melanie Hobein und Franz Sting aus Helsa haben die 13-jährige Damaris in Kenia besucht

Beim Patenkind in Afrika

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Beim Wasserholen: Die 13-jährige Damaris zeigte Melanie Hobein und Franz Sting aus Helsa, wo sie in dem Dorf Machakos in Kenia das Wasser für ihre Familie holt.

Helsa/Machakos. Berge von grünen Kochbananen auf dem Marktplatz, hunderte Kormorane am Ufer des Nils und riesige Kaffeepflanzen fern jeglicher Zivilisation – Eindrücke aus einer fremden Welt vermittelten Melanie Hobein und Franz Sting bei einem Vortrag in Eschenstruth über ihre Reise nach Afrika.

Die beiden Helsaer hatten auf dem schwarzen Kontinent im vergangenen Jahr die 13-jährige Damaris besucht, für den die Klarinettengruppe des Musikzugs Eschenstruth eine Patenschaft übernommen hat. Vermittelt hatte diese die Aktionsgruppe Helsa der Kinderhilfsorganisation Plan International. Für die 30 Besucher im Gemeindehaus in Eschenstruth gab es jede Menge Fotos und Geschichten. Drei Wochen waren die Urlauber in Uganda unterwegs, danach ging es weiter nach Kenia, um in dem Ort Machakos Damaris zu besuchen.

„2009 entschlossen wir uns für eine Patenschaft bei Plan International“, sagte Melanie Hobein. Bisher gab es nur einen Briefwechsel mit der 13-Jährigen, deswegen waren die beiden Paten auch vor dem ersten Treffen besonders aufgeregt.

Schotterpiste, Staub und Trockenheit begleiteten sie auf dem Weg zu Damaris’ Schule. Diese ist sehr weit außerhalb gelegen. Für das Mädchen bedeutet das 45 Minuten Fußweg von Zuhause.

Große Schüsseln mit Reis

Dann ging es weiter zu Damaris’ Familie, die ein Essen zubereitet hatte. Große Schüsseln mit Reis, Erbsen und Bohnen standen auf dem Tisch.

„Wir haben trotz der Armut Großzügigkeit und viel Gastfreundschaft erfahren“, berichtete Franz Sting. Auffallend sei auch die Sauberkeit in Haus und Garten gewesen.

Die Kinder dort tragen alle – ob Junge oder Mädchen – geschorene Haare. „Zur Vermeidung von Läusen“, erklärte Melanie Hobein.

Natürlich gab es auch eine Menge Gastgeschenke, darunter diverse Lebensmittel. Insbesondere die Lutscher seien vom Kind bis zur Oma besonders gut angekommen, berichteten die beiden Paten. Nach dem Mittagessen und einem Rundgang auf dem Gelände war es nach dem dreistündigen Besuch für Melanie Hobein und Franz Sting an der Zeit, sich zu verabschieden.

Die Verständigung mit dem Patenkind war für die beiden Deutschen schwer. „Die Unterschiede sind zu groß und Damaris spricht nicht gut Englisch“, erläuterte Hobein. Kurz, spannend und intensiv sei ihr Besuch bei Damaris gewesen, waren sich beide einig.

„Für mich war es aufregend, beeindruckend, aber auch erschreckend zu sehen, dass bei unserer Globalisierung noch Menschen ohne Strom und fließendes Wasser leben müssen“, sagte Hobein. Ihr Onkel ergänzte: „Wir haben vielerorts gesehen und erfahren, was Plan International auf die Füße stellt. Das ist sehr faszinierend.“

Ehrenamtlich Engagierte und Paten sind bei Plan International immer willkommen. Kontakt: Aktionsgruppe Helsa, Otti Meyer, Tel. 05602/9194792.

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