Vorwort vom Landrat des Landkreises Kassel

Buch über Helsas Nazi-Vergangenheit geht bald in den Druck

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Viele Dokumente: Der Geschichtsverein griff bei seiner Recherche für das Buch auf ein umfangreiches Archiv zurück.

Helsa. Das Buch über die nationalsozialistische Vergangenheit der Helsaer Ortsteile geht demnächst in den Druck. Die Autoren nehmen darin kein Blatt vor den Mund.

Die Informationen der Autoren basieren auf historischen Dokumenten.„Es wurde bereits Korrektur gelesen und auch das Vorwort von Landrat Uwe Schmidt ist bereits geschrieben“, teilt der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Gerd Vogelsang, auf HNA-Anfrage mit. Auf den Erscheinungstag des Buchs will er sich noch nicht festlegen – „Es könnte im März klappen“.

In den nächsten Tagen werden sich die Köpfe des Projekts, Vogelsang und sein Kollege Gerold Kunert, bei einer Melsunger Druckerei zur Optik der Veröffentlichung beraten lassen.

Unterstützt von engagierten Mitgliedern des Vereins wurde Material aus den Jahren 1925 bis 1945 gesammelt. Ziel des mehr als 120 Seiten starken Buches ist es, das Leben von damals ungeschwärzt darzustellen: „Wir wollen die Zeit so wiedergeben, wie sie durch Bilder, Schriftstücke und Dokumente überliefert wurde – ohne allerdings jemanden an den Pranger zu stellen“, betont Vogelsang. Thematisiert werden zum Beispiel die Munitionsfabrik in Hirschhagen, die Arbeitslager in Waldhof und Eschenstruth und die Bedeutung der Helsaer Gasthöfe für die NSDAP.

Vorbehalte von Seiten der Bürger gebe es nach wie vor: „Ja, sie sind noch nicht gewichen“, so Vogelsang. Landrat Uwe Schmidt (SPD), der von 1991 bis 1999 Bürgermeister in Helsa war, und das Vorwort geschrieben hat, sagt dazu: Jeder müsse sich seiner persönlichen Geschichte stellen und daran mitarbeiten, dass so etwas nie wieder passiere. „Zur Geschichte einer Stadt oder Gemeinde gehört auch die Zeit des Nationalsozialismus“, sagte Schmidt im Interview mit der HNA.

Lesen Sie dazu auch:

„Helsa war eine Nazi-Hochburg“: Verein arbeitet an Buch

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