Flächen für Windräder am Rohrberg bei Helsa frei

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Platz für eine Windanlage am Rohrberg: Auf dieser vom Sturm Kyrill im Januar 2007 beschädigten Fläche wird im kommenden Jahr ein Windrad stehen. Rechts im Hintergrund sind die Bäume zu sehen, die nach 2007 neu gewachsen sind.

Helsa. Bis zum 28. Februar müssen die Flächen für die geplanten Windanlagen auf dem Rohrberg und im Stiftswald baumfrei sein. Während diese Frist für die Windradstandorte am Rohrberg eingehalten werden kann, ist dies für die Flächen im Stiftswald derzeit fraglich.

„Im Stiftswald wird es mit der Rodung eng“, sagt Lars Rotzsche, Leiter für Windenergie der Kasseler Städtischen Werke. Ohne Rodung könne dieses Jahr nicht mit dem Bau begonnen werden.

Der Grund für die Verzögerung liegt darin, dass die Baugenehmigung für den Windpark noch nicht vorliegt. „Die Unterlagen sind eingereicht. Wir hoffen, dass wir bald grünes Licht bekommen“, ergänzt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke.

Holzarbeiten: Für Schwertransporte wird ein Bahnübergang errichtet. Dazu müssen Bäume gefällt werden.

Beim Rohrberg ist hingegen alles klar. „Mit den Tiefbauarbeiten kann Mitte April begonnen werden“, sagte Roland Schoof, Projektleiter der Windanlagen am Rohrberg. „Die Anlagen liefern jährlich 45 Kilowattstunden Leistung“, so Schoof. Damit könnten rund 12.000 Haushalte versorgt werden. „Bis zum 31. Dezember wollen wir fertig sein“, ergänzte Rotzsche von den Städtischen Werken. Für den Windpark werden zum Aufbau vier Hektar Fläche benötigt. „Für Fundament und Baukräne brauchen wir temporär diese Fläche“, erklärt Rotzsche. Zwei Hektar davon werden nach den Bauarbeiten wieder aufgeforstet. „Mit der Aufforstung kann im kommenden Jahr begonnen werden“, sagt Günter Groß vom Forstamt Hessisch Lichtenau. Darüber hinaus seien die Anlagen wegenah platziert.

„Erschließungsaufwand und Flächenverbrauch sind dadurch geringer“, so Groß. Die meisten Bäume auf den für die Windräder vorgesehenen Flächen wurden zudem durch den Orkan Kyrill im Januar 2007 zerstört. „Dadurch sind kaum Rodungen nötig gewesen“, so Groß. Man habe nur wenige Bäume und den Jungwuchs nach 2007 entfernen müssen, erklärt der Förster.

Für Rotzsche von den Städtischen Werken ist der Rohrberg ein idealer Standort für Windenergie. „ Da wir nur den Jungwuchs nach Kyrill entfernen mussten, hält sich der Natureingriff in Grenzen“, sagt er.

Zudem seien die Straßen wegen des ehemaligen Munitionswerks Hirschhagen gut ausgebaut. So müsse man lediglich zwei Rückewege um einen Meter erweitern und einen Bahnübergang von der B 7 auf die Hirschhagener Straße bauen. „Die Kurve nach dem normalen Bahnübergang ist zu eng für beladene Schwertransporter“, erklärt Rotzsche. Daher müsse ein weiterer Übergang errichtet werden. Im Sommer diesen Jahres sollen die ersten Schwertransporte Materialien für die Windanlagen anliefern.

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