650.000 Euro Gesamtkosten

Gemeindehaus in Helsa wird saniert: Dachgerüst steht

Helsa. Die Sanierung des Gemeindehauses der evangelischen Kirche in Helsa von 1962 schreitet in großen Schritten voran. Jetzt wurde das neue Dachgerüst fertiggestellt.

Statt eines Flachdachs, wie vorher, hat der Neubau ein Satteldach bekommen. Das Haus war bis auf die Bodenplatte und einzelne Seitenwände abgerissen worden. Um den Neubau finanziell zu stemmen, sind bereits rund 27.000 Euro an Spenden zusammengekommen – von Privatleuten, aber auch durch Einnahmen von Benefizkonzerten, Kabarett-Veranstaltungen und anderen Aktionen.

Die Spendenbereitschaft spricht für die Bedeutung des Hauses: Es wird von 36 kirchlichen und nicht-kirchlichen Gruppen genutzt. Das war auch ein Grund dafür, dass das Projekt als drittes in der vergleichsweise kleinen Gemeinde Helsa mit 200.000 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm gefördert wird.

Seit im September die ersten Bagger anrollten, hat sich viel getan: Das alte Dach wurde komplett abgenommen und das Haus wurde entkernt. Ein Teil der Außen- und Innenmauern riss man ab und mauerte darauf neu, teilt Pfarrer Matthias Friedrich mit.

Durchatmen konnte man bezüglich der Abwasserkanäle: Ihre Untersuchung per Videokamera habe ergeben, dass sie nicht beschädigt sind. Die starken Setzungen im Inneren sowie der Schimmel (die HNA berichtete) seien auf das kaputte alte Flachdach zurückzuführen.

„Arbeiten im Zeitplan“

Sattel- statt Flachdach: Das neue Gemeindehaus soll sich in schlichtem weiß in die Umgebung einpassen. Der Entwurf stammt vom Kaufunger Architekten Joachim Döring. Foto: Repro/tom

Da das neue Dach schwerer ist als das vorherige, mussten die Betonstützen neu gegossen werden. Sobald das neue Dach fertig ist, wird sich den Innenarbeiten gewidmet. Bis die Ziegel angebracht werden können, würde vorübergehend eine Plane den Innenraum trocken halten. „Die Arbeiten sind voll im Zeitplan“, so der evangelische Pfarrer. Wenn es so weiter geht wie bisher könne das Haus im Oktober 2017 fertig sein.

650.000 Euro Gesamtkosten

Um die Kosten von 650.000 Euro zu kontrollieren, lasse man Ausschreibungsergebnisse und Vergabevorschläge vom Amt für Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises und vom Landeskirchenamt grundsätzlich gegenprüfen. „Damit wir nicht Gefahr laufen, dass Kosten nicht gedeckt werden können.“ Die Sanierung des evangelischen Gemeindehauses ist ein gemeinsames Projekt von Land, Landkreis, Dorfentwicklung, Landeskirche, Kirchenkreis, Gesamtverband Helsa und Kirchengemeinde Helsa.

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