Bürgermeister kritisiert Entscheidung

Helsa nicht zu A7-Konferenz eingeladen: "Bodenlose Frechheit"

Kritisiert, dass Helsa nicht zur A7-Konferenz eingeladen war: Tilo Küthe

Helsa. Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) die Zusammensetzung der A7-Konferenz zur Lösung der Stau- und Umleitungsproblematik kritisiert.

Es sei eine „bodenlose Frechheit“, dass zu der Runde am Mittwoch im Kasseler Kreishaus kein Vertreter der Gemeinde Helsa eingeladen worden sei, sagte der Rathauschef der HNA.

Dabei sei auch Helsa - der Ort ist die Heimat von Landrat Uwe Schmidt (SPD) - bei schweren Unfällen auf der Autobahn erheblich durch Umleitungsverkehr belastet.

Zahlreiche Autofahrer nutzten die Bundesstraße 451, um Staus zu umfahren. Der Verkehr, darunter viele Lastwagen, fließe von der Bundesstraße 7 durch die Kerngemeinde Helsa, den Ortsteil Wickenrode und weiter über Großalmerode und Witzenhausen zur A7-Anschlussstelle Hedemünden. Erhebliche Probleme bereiten laut Küthe die Empfehlungen von Navigationsgeräten, die die Autofahrer auf diese Route lotsten. Kritik übt Küthe auch an Überlegungen für großräumige Umleitungen über die Bundesstraßen 7 und 27, wie sie unter anderem Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein (parteilos) ins Spiel gebracht hatte. Kaum ein Autofahrer werde einen derart großen Umweg fahren, prophezeit Küthe.

Dass Helsa zu der Runde nicht eingeladen wurde, sei „kein böser Wille“ gewesen, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn am Donnerstag auf HNA-Anfrage. Man habe zum Auftakt „kein Riesengremium“ bilden wollen. Schließlich habe man „noch nicht gewusst, wie sich die Sache entwickelt“. Bei der Überprüfung der Umleitungsstrecken, auf die sich die Teilnehmer der A7-Konferenz verständigt haben, werde Helsa aber dabei sein. Wie berichtet, wird das Regierungspräsidium Kassel als zuständige Fachbehörde zu dem Folgetreffen einladen.

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